Halbe Million für SwissSkills

Der Berner Stadtrat unterstützt die Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills 2018 und hat einen Kredit gesprochen.

Die Berufsmeisterschaften SwissSkills bei ihrer letzten Austragung in Bern 2014.

Die Berufsmeisterschaften SwissSkills bei ihrer letzten Austragung in Bern 2014. Bild: Valerie Chetelat

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Stadträtinnen und Stadträte von links bis rechts waren sich für einmal einig: das duale Bildungssystem der Schweiz gilt es zu unterstützen. Entsprechend versuchten sich die Parlamentarier am Donnerstag mit Lobworten gegenseitig zu übertrumpfen. Als «hohen und hellen Leuchtturm», «Projekt mit Signalwirkung» und «Highlight der Schweiz» wurden die Berufsmeisterschaften bezeichnet.

Als Sieger aus dem inoffiziellen Wettkampf ging CVP-Gemeinderat Reto Nause hervor. Er sagte: «Es geht noch um mehr. Es ist ein hellleuchtendes Matterhorn, das wir auf den Weg schicken.» Bern könne sich dadurch als Bildungsstadt positionieren.

Die Schweizer Berufsmeisterschaften finden im September 2018 auf dem Berner Expo-Gelände statt. Erwartet werden über 1000 Teilnehmende, die in 75 Berufen um den Titel der Schweizer Meisterin und des Schweizer Meisters kämpfen werden. Schon bei der ersten Durchführung im Jahr 2014 war die Stadt Bern Gastgeberin.

Bern erhofft sich durch den finanziellen Zuschuss nicht zuletzt erhöhte Chancen für die Vergabe der nächsten Schweizer Berufsmeisterschaften im Jahr 2022. Der mehrtägige Grossanlass beschert der Stadt rund 10'000 Logiernächte und bis zu 200'000 Besucherinnen und Besucher. Auch die Städte St. Gallen, Basel und Genf haben an einer Gastgeberrolle bereits Interesse gezeigt.

Geschlechterstereotypen bekämpfen

Eine Mehrheit des Stadtparlaments hat sich zudem dafür ausgesprochen, die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern zu fördern und die Geschlechterstereotypen bei der Berufswahl zu bekämpfen. «Die Trennung in Männer- und Frauen-Berufe ist in den Schweiz besonders ausgeprägt», sagte Katharina Gallizzi (GB).

Frauen würden mehrheitlich aus fünf und Männer aus 13 von über 200 möglichen Berufen auswählen. Dem will das Parlament entgegenwirken und hat dazu den Gemeinderat beauftragt, sich bei den Organisatoren für mehr Chancengleichheit einzusetzen.

Die gesprochenen 532'000 Franken werden die Organisatoren für einen Mehraufwand aufgrund eines nationalen Thementags bei der SRG SSR verwenden (125'000 Franken). Zudem hat die Stadt Gebühren und Kosten in der Höhe von 175'000 Franken erlassen. Die restlichen 245'000 werden in die Erweiterung des Rahmenprogramms fliessen.

Dieses Programm soll jungen Menschen mit Behinderung den Zugang zur Ausbildungs- und Berufswelt erleichtern. Ausserdem sollen mit dem Programm junge Menschen angesprochen werden, die aufgrund ihres Migrationshintergrunds sprachliche Schwächen aufweisen und deshalb Mühe haben, eine Lehrstelle zu finden.

Budget von über 15 Millionen Franken

Bei der ersten Durchführung 2014 unterstütze die Stadt Bern den Anlass mit rund 140'000 Franken. Das ist ein Betrag, den die Stadtregierung in eigener Kompetenz genehmigen konnte. Nicht so die halbe Million für die SwissSkills 2018. Dieser Kredit musste vom Stadtrat abgesegnet werden. Mit Ausnahme von drei Enthaltungen stimmten alle Stadtparlamentarier für den Kredit.

Die Organisatoren arbeiten mit einem Budget von rund 15,5 Millionen Franken. Daran beteiligen sich auch der Kanton Bern mit zwei Millionen und der Bund mit neun Millionen Franken. (net/sda)

Erstellt: 07.12.2017, 20:51 Uhr

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