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SVP hält an Wahlempfehlung für Luginbühl fest

Die SVP wird bei der Ständerats-Stichwahl an ihrer Wahlempfehlung für Werner Luginbühl (BDP) festhalten. Davon ist SVP-Kandidat Adrian Amstutz überzeugt.

Verhältnis habe sich normalisiert: Adrian Amstutz und Werner Luginbühl.
Verhältnis habe sich normalisiert: Adrian Amstutz und Werner Luginbühl.
Manu Friederich

Amstutz selber habe im Parteivorstand die Wahlempfehlung für Luginbühl beantragt, sagte Amstutz der Nachrichtenagentur sda.

Zugleich wies er Angaben zurück, wonach er und Luginbühl sich aus dem Weg gingen. Das sei «Schnee von vorgestern». Vor Antritt seines Ständerats-Mandats habe er «im Interesse des Kantons Bern und seiner Bevölkerung» das Gespräch gesucht und die Zusammenarbeit mit Werner Luginbühl sei seither normalisiert, betonte Amstutz.

So sieht es auch Luginbühl. «Unser Verhältnis hat sich normalisiert, und die Zusammenarbeit der beiden Berner Ständeräte ist so, wie das von uns erwartet werden darf», sagte Luginbühl auf Anfrage.

Avancen der SVP nicht erwidert

Der BDP-Vorstand hatte am Dienstagabend für Aufsehen gesorgt, weil er die Avancen der SVP nicht erwidert und beschlossen hatte, seinerseits keine Wahlempfehlung für Amstutz abzugeben. Der SVP- Kandidat wollte das am Mittwoch nicht kommentieren. Das müsse die BDP selber wissen.

Er seinerseits sei überzeugt, dass man die Streitigkeiten der Vergangenheit nun ad acta legen sollte. Schliesslich stehe die ungeteilte bürgerliche Standesstimme auf dem Spiel.

SVP trifft sich am Montag

Die überraschende Wahlempfehlung für Luginbühl wird womöglich noch an der SVP-Delegiertenversammlung am kommenden Montag zur Sprache kommen. «Ich bin nach wie vor überzeugt, dass der Schritt richtig war und dass wir das den Delegierten auch vermitteln könnten», sagte Amstutz.

Gegenüber der BDP schlug er versöhnliche Töne an. Bei der Abspaltung habe die Partei seinerzeit Nationalratsmandate von der SVP «abgezügelt», doch seit den Wahlen vom Sonntag sei die Situation anders. «Die BDP-Sitze sind jetzt legitimiert, das habe ich zu respektieren.» Luginbühl lag nur ganz knapp hinter dem populären Amstutz zurück. Auf Platz 3 folgte der Sozialdemokrat Hans Stöckli. Auf ihm ruhen die Hoffnungen des rot-grünen Lagers für die Stichwahl.

Kampagne der Wirtschaft

Die grossen bernischen Wirtschaftsverbände setzen derweil ihre Kampagne für das bürgerliche Bewerberduo fort. Der Geschichte mit den unterschiedlichen Wahlempfehlungen messe er nicht allzu viel Bedeutung bei, sagte Adrian Haas, Direktor des bernischen Handels- und Industrievereins (HIV).

Die beiden bürgerlichen Kandidaten hätten ja im ersten Wahlgang auch ohne gegenseitige Unterstützung die Spitzenresultate erzielt. Zudem habe Amstutz die erste Stichwahl im vergangenen Frühjahr auch ohne explizite BDP-Unterstützung gewonnen.

«Für die Wirtschaft ist einfach wichtig, dass beide Ständeräte bürgerlich sind», betonte Haas. Die grossen Verbände seien immer von einer Stichwahl ausgegangen und hätten nun noch einen Drittel des Gesamtbudgets für Inserate und dergleichen zur Verfügung.

SDA/bs

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