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Stöckacker Süd wird neu gebaut

Das Stadtberner Stimmvolk hat sich mit 80 Prozent Ja-Stimmen für einen Neubau der Wohnsiedlung Stöckacker Süd ausgesprochen.

Die bestehenden Häuser der Wohnsiedlung Stöckacker Süd sollen abgerissen und durch 150 neue Wohnungen ersetzt werden.
Die bestehenden Häuser der Wohnsiedlung Stöckacker Süd sollen abgerissen und durch 150 neue Wohnungen ersetzt werden.
zvg

Die Stadtberner Bevölkerung hat entschieden: Die bestehende Wohnsiedlung Stöckacker Süd, gebaut in den 1940er Jahren, kann abgerissen werden. Gemäss Vorlage von Stadt- und Gemeinderat soll sie durch eine neue Überbauung mit 150 Wohnungen für Familien, Singles und Senioren ersetzt werden. Geplant ist eine ökologisch und sozial nachhaltige Überbauung.

Für die Vorlage wurde argumentiert, dass sie mehr zeitgenössischen Wohnraum für die Stadt Bern bringen würde. Die geplante Überbauung erfülle hohe ökologische, städtebauliche und soziale Anforderungen. Eine Sanierung der bestehenden Siedlung wäre nicht nachhaltig. Die Vorlage wurde vor einer breiten Koalition von Parteien unterstützt, Befürworter waren SP, FDP, GFL, GB, SVP, BDP, GLP, CVP, JA, EVP und SD.

In einer Medienmitteilung vom Sonntag äusserte sich der Gemeinderat zufrieden über das Ergebnis. So lässt sich Stadpräsident Tschäppät zitieren: «Der Ersatzneubau im Stöckacker ist beispielhaft für den innovativen, ökologischen Wohnungsbau, den wir für Bern wollen». Im Stöckacker Süd plant die Stadt selber für total 70 Millionen Franken zu bauen. Im September werden die Stimmberechtigten entscheiden können, wie es mit dem Projekt weitergehen soll.

Beschwerde im Vorfeld

Die Gegner der Vorlage kritisierten im Vorfeld, dass durch den Abriss der bestehenden Siedlung preisgünstiger Wohnraum vernichtet würde; sie gaben einer sanften Sanierung den Vorzug. Mieter mit kleinem Budget würden in die Agglomeration vertrieben, da sie in Bern kaum vergleichbaren Wohnraum finden können.

Ebenfalls kritisiert wurde die Abstimmungsbotschaft. Von der grünalternativen Partei (GPB-DA) wurden Stimmen laut, die Botschaft entspreche nicht den bundesgerichtlichen Anforderungen an die Objektivität. Stein des Anstosses war eine Entwicklungsstudie der Stadtverwaltung, die gemäss GPB wichtige Informationen unterschlagen habe. Beim Statthalteramt ist die Beschwerde jedoch abgeblitzt, dieses konnte keine Fehler in den Unterlagen der Stadt finden.

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