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Stadt soll Wert der Grossen Halle erhalten

Die Grosse Halle soll saniert werden, entscheidet der Stadtrat und spricht 3 Millionen. Die Stadt sei als Vermieterin in der Pflicht. Gegen den Kredit war die SVP.

Zum Beispiel Fussball: Die Grosse Halle ist immer wieder Schauplatz von Veranstaltungen. (Archiv)
Zum Beispiel Fussball: Die Grosse Halle ist immer wieder Schauplatz von Veranstaltungen. (Archiv)
Franziska Rothenbühler

Der Berner Stadtrat hat 3 Millionen Franken für die Sanierung der Grossen Halle der Reitschule gesprochen. Das Gebäude wird unter anderem eine neue Infrastruktur erhalten und gegen die Winterkälte aufgerüstet werden.

Die Stadt sei als Grundeigentümerin verpflichtet, den Wert des Gebäude-Komplexes zu erhalten, sagte Barbara Freiburghaus (FDP) am Donnerstag vor dem Stadtrat. Ob man der Reitschule positiv oder negativ gegenüberstehe, spiele dabei keine Rolle. Die Stadt vermietet die Gebäude an den Verein Trägerschaft Grosse Halle und an die Interessengemeinschaft Kulturraum Reitschule (IKuR).

Schon 2014 legte der Trägerverein der Stadt ein Konzept zur Sanierung vor. Die Infrastruktur halte den Anforderungen von Grossanlässen nicht stand, wurde argumentiert. Zudem solle der Raum für den Betrieb im Winter angepasst werden.

Dazu sollen nun der Boden isoliert und die Wände mit Holz bekleidet werden. Auch sollen zwei der drei in der Halle stehenden Infrastrukturboxen ersetzt und eine dritte erstellt werden. Sie bieten Platz für Garderoben, WCs und einen Lagerraum.

Neue Rauch- und Wärmeabzuganlagen

Zudem wird wegen neuen Brandschutzvorschriften eine maschinelle Rauch- und Wärmeabzugsanlagen installiert. Diese Neuerung soll auch im Dachstock, welche durch die IKuR betrieben wird, realisiert werden. «Bei diesem Umbau geht es um die Sicherheit von allen Besuchern der Reitschule», sagte Michael Sutter (SP). Das Grüne Bündnis zeigte sich besorgt, dass die Trägerschaft vermehrt zu privaten und kommerziellen Anlässe gezwungen werden könnte.

Die SVP lehnte den Kredit als einzige Partei ab. Sie wollte die Sanierung an Druckmittel wie etwa an ein Sicherheits- und Lärmschutzkonzept mit den Betreibern verbinden. Erich Hess (SVP) forderte zudem, dass zuerst die kantonale Initiative der jungen SVP - keine Steuergelder für die Reithalle ? abgewartet werden soll. Ob diese dem Berner Stimmvolk vorgelegt wird, ist bis anhin unklar. Sämtliche Anliegen der SVP wurden mit grosser Mehrheit abgelehnt.

Stadtpräsident Alec von Graffenried appellierte, die beiden Trägerschaften des Reitschulkomplexes strikt auseinander halten. Die Anträge der SVP würden am Geschäft vorbeischiessen. Und weiter: «Die Stärkung der Grossen Halle soll dazu führen, dass der gesamte Betrieb auf der Schützenmatte verbessert wird», sagte von Graffenried.

Baustart im Herbst

Beginnen sollen die Bauarbeiten im Herbst 2017 und dauern voraussichtlich bis zum Winter 2018/19. Die Stadt Bern möchte die Arbeiten in der Grossen Halle tendenziell im Winter ausführen, jene im Dachstock im Sommer. So würde der Veranstaltungskalender der beiden Räume möglichst wenig beeinträchtigt. Die Grosse Halle wird für verschiedenste kulturelle Veranstaltungen wie Theater, Ausstellungen, Partys und den Flohmarkt genutzt. Die gesamte Anlage ist denkmalpflegerisch geschützt.

SDA/zec

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