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Stadtrat spricht Kredit für Velohauptroute durch den Nordring

Das Stadtparlament hat am Donnerstag einen Kredit von 1,74 Millionen Franken für eine schnelle und sichere Veloverbindung zwischen Stadtzentrum und Wankdorf genehmigt.

Freie fahrt für die Velos durch den Berner Nordring.
Freie fahrt für die Velos durch den Berner Nordring.
Valérie Chételat

Der Veloverkehr in der Stadt Bern soll gefördert werden. Der Stadtrat billigte den vom Gemeinderat beantragten Projektierungs- und Ausführungskredit mit 45 zu 20 Stimmen. Die Veloroute soll vom Hauptbahnhof via Nordring bis zum Wankdorfplatz führen. Vorgesehen sind abgetrennte Velowege und eine möglichst «grüne Welle» bei den Lichtsignalanlagen.

Autofahrspur abbauen?

Für den Kredit stimmten die Rot-Grün-Mitte-Parteien und die Grünliberalen. Ein gezielter Ausbau der Veloinfrastruktur sei eine zentrale Voraussetzung, um mehr Bernerinnen und Berner zum Umstieg aufs Fahrrad zu bewegen, argumentierten die Befürworter.

Die Ratsmehrheit beauftragte den Gemeinderat zusätzlich bis Ende 2016 zu prüfen, ob auf der Teilstrecke Bollwerk-Lorrainebrücke eine Fahrspur für den motorisierten Individualverkehr abgebaut werden kann - mit dem Ziel, den Velofahrenden mehr Sicherheit zu verschaffen. Der mögliche Fahrspur-Abbau ist aber nicht Teil der Kreditvorlage.

Für Bürgerliche «Salamitaktik»

Opposition gegen die Veloroute kam von der bürgerlichen Seite, die das Geschäft an den Gemeinderat zurückweisen wollte. Um befinden zu können, müsse man die Gesamtkosten kennen, argumentierten SVP, FDP und die Fraktion BDP/CVP. Ist doch die Velobahn ins Wankdorf die erste von insgesamt elf Velohauptrouten, die der Gemeinderat im Rahmen einer grösseren Velo-Offensive angekündigt hat.

Die SVP sprach von «Salamitaktik». Die Aufteilung in einzelne Kredite widerspreche dem Grundsatz der Einheit der Materie.

Das Vorgehen sei juristisch korrekt, konterte Gemeinderätin Ursula Wyss (SP). Die Stadtregierung wolle nicht alle Routen auf einmal umsetzen, sondern «pragmatisch Schritt für Schritt». Aus der ersten Route ins Wankdorf würden die Planer Lehren für die weiteren ziehen können.

Bereits 2016 in Betrieb

Der Rat lehnte die Rückweisungsanträge der Minderheit der vorberatenden Kommission und der SVP klar ab. Auch ein Antrag, den Kredit freiwillig dem Volk vorzulegen, scheiterte.

Nun ist eine schnelle Umsetzung geplant. Die Veloroute ins Wankdorf soll bereits im ersten Halbjahr 2016 in Betrieb genommen werden. Unter dem Strich erwartet der Gemeinderat tiefere Kosten, denn Kanton und Bund sollen im Rahmen des Agglomerationsprogramms einen Beitrag leisten.

SDA/spr

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