Stadtentwicklungskonzept: Das Bern der Zukunft

Der Berner Gemeinderat legt der Bevölkerung ein neues Stadtentwicklungskonzept (STEK) zur Mitwirkung vor.

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Das STEK 2016 zeigt auf, wie und wo sich die Stadt Bern bis zirka 2030 räumlich weiterentwickeln soll.

Das neue Berner Stadtentwicklungskonzept fokussiert laut Mitteilung des Gemeinderates auf drei zentrale Handlungsfelder: Bern soll dynamisch weiterwachsen, Bern soll grün und vernetzt sein und Bern soll in den Quartieren leben.

Mit dynamischem Wachstum ist gemeint, dass Bern bis zum Jahr 2030 8500 neue Wohnungen aufweisen soll, wie Unterlagen zum STEK 2016 zu entnehmen ist. Dafür sind elf sogenannte «Chantiers» («Baustellen») definiert worden. Es sind Gebiete, die sich besonders für Aufwertungen eignen.

Velo- und ÖV-Stadt

Unter dem Stichwort «Bern ist grün und vernetzt» strebt die Berner Stadtregierung an, dass sich Bern zu einer Stadt des öffentlichen und des Veloverkehrs weiterentwickelt. Der Verkehrsanteil des Velos soll von heute 11 auf 20 Prozent steigen. Mit einem weiteren Ausbau des ÖV soll langfristig eine «klimaneutrale Mobilität» erreicht werden, so Stadtpräsident Alexander Tschäppät.

Im Gegenzug will die Stadtregierung den motorisierten Individualverkehr auf «einzelne Hauptverkehrsachsen» reduzieren. Die Erreichbarkeit der Stadt, insbesondere der Innenstadt, für den Wirtschaftsverkehr will sie aber gewährleisten.

Gemäss dem Handlungsfeld «Bern lebt in Quartieren» will der Berner Gemeinderat weitermachen mit der Aufwertung von Plätzen und Quartieren. Schliesslich lebe Bern von ihnen, steht im Communiqué vom Montag.

Ab dem kommenden Donnerstag und bis zum 27. Oktober kann sich die Bevölkerung der Stadt Bern zum STEK 2016 äussern. Während der Mitwirkung wird die Stadt Ausstellungen zum neuen Konzept anbieten und Sprechstunden durchführen. Die Orte und Termine sind auf der Internetseite der Stadt Bern zu finden.

Nachbarn einbezogen

Das STEK 2016 ist in den letzten drei Jahren von internen und externen Fachleuten zusammen mit Vertretern von Quartierorganisationen, Parteien und Interessengruppen entwickelt worden. Dies unter anderem auch an drei Foren, an denen jeweils knapp 100 Personen aus rund 60 Organisationen teilnahmen.

Auch Vertreter von Nachbargemeinden bezog die Stadt Bern in die Erarbeitung des neuen STEK ein. Sie schreibt, primär solle die Stadt Bern über Verdichtung nach innen wachsen. «Sofern nötig und sinnvoll» plane die Stadt aber auch eine angemessene Stadterweiterung zusammen mit den Nachbargemeinden.

Ein Jahr Verspätung

Ende Jahr möchte die Berner Stadtregierung die Mitwirkung zum STEK 2016 ausgewertet und das Konzept überarbeitet haben. Dann wird es vom Gemeinderat genehmigt und als behördenverbindlich erklärt. Eigentlich sollte die Arbeiten am neuen STEK, welches das STEK 95 ersetzt, schon 2015 abgeschlossen werden.

Doch ergaben sich Verzögerungen durch «erhöhte Anforderungen bei der Synthesebildung», der umfangreichen Partizipation und der daraus folgenden Auswertung der vielen Eingaben.

jur/sda

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