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Stadtberner Wohnraum bleibt geschützt

Das Stadtberner Stimmvolk sagt Ja zu einer Teilrevision der Bauordnung. Damit bleibt der Wohnraum vor Umnutzungen geschützt.

Die angenommene Revision der Bauordnung soll die Umwandlung von Wohnungen in Büros erschweren. (Symbolbild)
Die angenommene Revision der Bauordnung soll die Umwandlung von Wohnungen in Büros erschweren. (Symbolbild)
Valérie Chételat

In der Stadt Bern bleibt der Wohnraum vor Umnutzungen geschützt. Wer eine Wohnung in ein Büro umwandeln oder abbrechen lassen will, braucht auch künftig eine Bewilligung, sofern Wohnungsknappheit herrscht.

Das Stadtberner Stimmvolk sprach sich am Sonntag mit 23'003 Ja- gegen 5590 Nein-Stimmen für eine Teilrevision der Bauordnung aus. Die Stimmbeteiligung betrug 36,3 Prozent.

Wohnraumschutz nötig

Bisher war der Wohnraum in der Stadt Bern durch ein kantonales Gesetz geschützt, das jedoch per Ende 2011 aufgehoben wurde. Dies führte dazu, dass mindestens 5500 Wohnungen in Bern nicht mehr vor Umnutzung oder Abbruch geschützt waren.

Die bisherigen kantonalen Regelungen werden nun nach der Annahme der städtischen Vorlage ohne grundsätzliche Änderungen in die Bauordnung übernommen. Gegenüber dem früheren kantonalen Gesetz über die Erhaltung von Wohnraum (WERG) werden jedoch die Vorschriften entschlackt, wie der Gemeinderat festhält.

Der Wohnraumschutz soll ausschliesslich dann zur Anwendung kommen, wenn in der Stadt Bern Wohnungsknappheit herrscht. Das ist der Fall, wenn der über drei Jahre gemittelte Leerwohnungsbestand unter einem Prozent liegt.

Der Stadtrat hatte dem Geschäft zugestimmt, weil er den Wohnraumschutz angesichts der Wohnungsknappheit in der Stadt als nötig erachtete. Für die Vorlage sprachen sich die Parteien im Mitte-Links-Lager aus.

Die Bürgerlichen waren jedoch dagegen. Sie bezeichneten die Vorlage als unverhältnismässig und sahen darin keine Lösung, um das Wohnungsproblem in der Stadt Bern zu lösen.

SDA/bs

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