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Stadtberner Mitte-Parteien weisen Avancen der FDP zurück

Die bürgerliche Einheitsliste für die Berner Gemeinderatswahlen 2012 kommt definitiv nicht zustande.

Von links nach rechts: SVP-Präsident Peter Bernasconi (Bild:mos), FDP-Präsidentin Dolores Dana (Bild: frz), CVP-Präsident Michael Daphinoff (Bild:zvg) und BDP-Stadtrat Martin Schneider (Bild: zvg)
Von links nach rechts: SVP-Präsident Peter Bernasconi (Bild:mos), FDP-Präsidentin Dolores Dana (Bild: frz), CVP-Präsident Michael Daphinoff (Bild:zvg) und BDP-Stadtrat Martin Schneider (Bild: zvg)

Sie habe den Wunschtraum einer gemeinsamen bürgerlichen Liste für die Berner Gemeinderatswahlen noch nicht begraben, sagte FDP-Präsidentin Dolores Dana gestern im «Bund». Man müsse die bürgerlichen Kräfte bündeln. «Der Zug hierfür ist noch nicht abgefahren», sagte Dana. Die ersten Bestrebungen zur Bildung einer bürgerlichen Einheitsliste sind bereits im Frühling 2011 gescheitert. Die Mitte-Parteien schlossen ein Zusammengehen mit der SVP unter anderem deshalb aus, weil diese mit Hardlinern wie den Grossräten Erich Hess oder Thomas Fuchs antreten könnte. SVP-Präsident Peter Bernasconi liebäugelt seither mit einem Alleingang. BDP gegen «Parolen von gestern»Letzten Sommer schliesslich wurde bekannt, dass CVP, BDP, Grünliberale und EVP die Bildung einer Mitte-Liste ohne FDP und SVP anstreben. Die Architekten dieser Mitte-Liste können den neuen FDP-Avancen nichts abgewinnen. «Es ist klar, dass die FDP jetzt verzweifelt nach Anschluss sucht», sagt CVP-Präsident Michael Daphinoff. Zwar sei in Sachen Mitte-Liste «noch nichts in Stein gemeisselt». Aber die Mitte-Parteien arbeiteten in der laufenden Legislatur «vertrauensvoll und gut» zusammen. «Daher ist eine Mitte-Liste für die CVP inhaltlich und politisch attraktiv», sagt Daphinoff.

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