Stadt stoppte Kommunikation zu Festhalle

Der Stadtpräsident wollte den Planungsstopp zur Eventhalle nicht öffentlich machen.

Die Kommunikation rund um die Neugestalltung des BEA-Geländes war nicht optimal, gibt Stadtpräsident von Graffenried zu.

Die Kommunikation rund um die Neugestalltung des BEA-Geländes war nicht optimal, gibt Stadtpräsident von Graffenried zu.

(Bild: zvg)

Christian Zellweger@@chzellweger

Die Planung des Ersatzbaus für die Festhalle auf dem BEA-Gelände ruht derzeit – vom Stopp erfuhr die Öffentlichkeit erst über die Medien. Einer der Partner habe den Wunsch geäussert, erst zu informieren, wenn die Struktur der Trägerschaft geklärt sei, sagte Bernexpo-Präsidentin Franziska von Weissenfluh im «Bund»-Interview vom Mittwoch.

Dieser Partner war Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL), wie er auf Anfrage sagt. Aus Erfahrung mit anderen Grossbauprojekten habe er es als «normal» empfunden, dass erst dann das weitere Vorgehen kommuniziert werde, wenn die neue Lösung für Finanzierung und Trägerschaft präsentiert werden könne. «Rückblickend würde ich sicher für eine proaktive Kommunikation plädieren», sagt von Graffenried.

Die Stadt will gemäss Absichtserklärung des Gemeinderats von 2015 15 Millionen Franken an die Halle beisteuern, Parlament und Volk werden diesen Beitrag bewilligen müssen. Dass die Vorgänge die öffentliche Meinung negativ beeinflussen, glaube er eher nicht, so von Graffenried. Jedenfalls sei die «Krisenstimmung», die jetzt verbreitet werde, sicher nicht gerechtfertigt. Bernexpo habe es geschafft, die BEA zu einem attraktiven Event zu machen, der auch im Zeitalter des Online-Shoppings seine Besucher finde. Auch den Vorwurf der Intransparenz mag von Graffenried nicht gelten lassen: «Bernexpo hat die Stadt stets offen informiert.»

Dass sich Messeunternehmen von ihren Liegenschaften trennen wollen, ist in der Branche nicht aussergewöhnlich. So denkt etwa auch die Basler MCH Gruppe über diesen Schritt nach. Die Infrastrukturkosten stellten bei sinkenden Erträgen «ein grosses Problem» dar, heisst es bei MCH auf Anfrage.

Der Bund

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