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Stadt Bern will «Gesundheitschancen» der Kinder verbessern

Kinder aus einfachen Verhältnissen haben öfter Gesundheitsprobleme.

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Das bestätigt der erste Kindergesundheitsbericht der Stadt Bern, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Die Daten rufen nach Taten, wie Gemeinderätin Franziska Teuscher vor den Medien betonte.

So müsse die Gesundheitsvorsorge gestärkt werden, ebenso die Früherkennung und Frühintervention. Wichtig sei auch, vermehrt ausserschulische Lernmöglichkeiten für alle Kinder zu schaffen.

Die Daten der Schulgesundheitsdienste für das Schuljahr 2012/13 wurden erstmals umfassend ausgewertet. «Die Mehrheit der Kinder war in diesem Schuljahr gesund», stellt der Bericht fest. Und doch zeigten viele Kinder gesundheitliche Probleme.

Einige Beispiele: Sechs Prozent der untersuchten Kinder wiesen eine ungenügende Sehschärfe auf. Sieben Prozent der Kindergärteler litten an Allergien; bei den Viertklässlern waren es bereits 17 Prozent. Jeder siebte Kindergärteler war zu dick, jeder zwanzigste wies schwere Entwicklungsauffälligkeiten in der Motorik vor.

Die Anzahl Kinder aus sozial und wirtschaftlich benachteiligten Familien stieg in den letzten Jahren weiter an. Und diese Kinder hatten besonders oft gesundheitliche Probleme.

Beeinträchtigungen mit Folgen

Sie hatten zwei- bis viermal häufiger Sehfehler, Auffälligkeiten in der Feinmotorik, der Sprachentwicklung oder der Konzentrationsfähigkeit. «Das sind Beeinträchtigungen, die sich auf den Bildungserfolg auswirken können», betonen die Autoren des Berichts.

Schon heute gebe es für Familien vielfältige Angebote , sagte Gemeinderätin Teuscher. Diese gelte es weiterzuentwickeln. So hätten Eltern in einem Quartiertreff den Wunsch nach mehr Kontakt zur Schule geäussert. Sie seien darauf in eine regelmässige Znüni-Aktivität der Schule eingebunden worden. Solche lobenswerten Beispiele gebe es zu fördern.

(SDA)

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