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Stadt Bern soll Freie Szene besser fördern

Die Stadt Bern soll eine eigene Kulturstrategie erarbeiten und die Freie Szene besser fördern. Der Gemeinderat will diese Forderungen aufnehmen, die im Rahmen der Vernehmlassung zur Kulturförderung 2016-19 erhoben wurden.

Tschäppät versprach, den Prozess zur Erarbeitung einer städtischen Kulturstrategie noch dieses Jahr einzuleiten.
Tschäppät versprach, den Prozess zur Erarbeitung einer städtischen Kulturstrategie noch dieses Jahr einzuleiten.
Franziska Scheidegger (Archiv)

Nun ist der Gemeinderat am Ball. Stadtpräsident Alexander Tschäppät versprach an einer Informationsveranstaltung im Kornhausforum, den Prozess zur Erarbeitung einer städtischen Kulturstrategie noch dieses Jahr einzuleiten. An der Erarbeitung sollen sich «alle fünf Direktionen und eine breit gefasste Öffentlichkeit» beteiligen.

Bei der Vierjahresplanung sind wichtige Ergänzungen vor allem im Bereich der direkten Förderung vorgesehen, wie es an der Informationsveranstaltung weiter hiess. So sollen die Förderungsformen, die den vier städtischen Kulturkommissionen zur Verfügung stehen, überprüft und angepasst werden.

Insgesamt 46 Stellungnahmen sind zur Vierjahresplanung eingegangen. Das Papier legt fest, welche Stadtberner Kulturinstitution in den Jahren 2016 bis 2019 wie viel Geld erhält.

Die Karten in der bernischen Kultur wurden Anfang Jahr neu gemischt, als das kantonale Kulturförderungsgesetz in Kraft trat. Einige Häuser wie das Kunstmuseum Bern und das Zentrum Paul Klee werden nun in erster Linie vom Kanton finanziert. 13 Häuser werden gemeinsam von Stadt, Kanton und Region getragen, darunter Konzert Theater Bern.

Tschäppät beharrt auf enger Kooperation

Die Stadtberner Vierjahresplanung schafft Klarheit, welche Kulturinstitutionen künftig allein von der Stadt Bern finanziert werden. Im Zentrum stehen dabei die «Flagschiffe» Dampfzentrale und Schlachthaus. Stadtpräsident Tschäppät drängt seit längerem auf eine enge Kooperation beider Häuser, stösst damit aber auf Widerstand.

Am Montag bekräftigte er laut Communiqué, wie wichtig ihm der Kooperationsprozess sei. Hier könne ein Mehrwert geschaffen werden, der speziell der Freien Szene von Bern und der zeitgenössischen Kultur zugute komme.

Dass der Prozess aber mehr Zeit braucht, hatte Tschäppät schon im August eingeräumt. Die beiden Institutionen sollen vorerst einen zweijährigen Leistungsvertrag auf der heutigen finanziellen Basis erhalten, wobei zusätzliche Beiträge für Kooperationsprojekte geplant sind.

Volksentscheid im Juni 2015

Ansonsten sollen die Subventionen wie vorgeschlagen vergeben werden. Dafür braucht es zunächst die Zustimmung des Gemeinderats, der im Dezember entscheidet. Im Frühling ist der Stadtrat an der Reihe, am 14. Juni 2015 das Volk.

Höhere Subventionen sollen - nebst Dampfzentrale und Schlachthaus - bekanntlich auch das Tojo Theater, die Kunsthalle, das Kino Rex und das Lichtspiel erhalten. Mit den bisherigen Beiträgen müssen andere Häuser auskommen, darunter das Theaterfestival «auawirleben» und die Reitschule (IKuR).

SDA/gbll

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