Stadt soll Flüchtlinge beschäftigen

Die Stadt Bern soll sich für eine rasche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt stark machen, obwohl dafür vorab Bund und Kanton zuständig sind.

Der Gemeinderat soll ein Konzept zu möglichen Beschäftigungsformen erarbeiten - etwa wie in Zürich (Bild), wo die Integration über einen Flüchtlingschor stattfindet?

Der Gemeinderat soll ein Konzept zu möglichen Beschäftigungsformen erarbeiten - etwa wie in Zürich (Bild), wo die Integration über einen Flüchtlingschor stattfindet? Bild: Thomas Egli

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Einzig die SVP war gestern im Stadtrat dagegen. Gegen die Ausarbeitung eines Konzeptes, das Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge aufzeigen soll. Gefordert wurde dies in einer dringlichen Motion, die von Rot-Grün bis zur BDP unterzeichnet wurde. Aber auch die FDP stand hinter der Forderung. «Flüchtlinge lernen durch Beschäftigungsprogramme auch unsere Werte wie zum Beispiel die Respektierung von Frauen kennen», sagte Barbara Freiburg­haus (FDP). Es brauche zur Umsetzung aber keine neuen Stellen in der Verwaltung. Sprecher der SVP wiesen darauf hin, dass die Beschäftigung von Flüchtlingen Aufgabe von Bund und Kanton sei. Auch dürfe die Wirtschaft durch die Programme nicht konkurrenziert werden.

Auch die Stadt habe Möglichkeiten in diesem Bereich, sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB). «Es geht nicht um die Schaffung städtischer Arbeitsplätze, die Firmen konkurrenzieren.» Die Stadt werde vielmehr mit der Wirtschaft kooperieren, wie sie dies bereits bei Beschäftigungsangeboten im Sozialbereich tue, sagte Teuscher. (Der Bund)

Erstellt: 29.01.2016, 11:04 Uhr

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