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Stadt Bern mit 63,7 Millionen Franken Überschuss

Die Stadt Bern verbucht einen Überschuss von gut 60 Millionen Franken. Das Geld fliesst in die Pensionskasse und in die Sanierung der städtischen Schulhäuser.

Präsentiert gute Zahlen: Finanzdirektor Alexandre Schmidt. (Archiv)
Präsentiert gute Zahlen: Finanzdirektor Alexandre Schmidt. (Archiv)
Adrian Moser

Stadt Bern erwirtschaftet Überschuss von über 63 Millionen Franken Die Stadt Bern hat im vergangenen Jahr mehr Steuern eingenommen und weniger Ausgaben getätigt als geplant. Unter dem Strich resultiert in der Erfolgsrechnung ein Überschuss von 63,7 Millionen Franken.

Die Stadtregierung möchte den Überschuss ins Sparschwein stecken, sprich in zwei Spezialfinanzierungen. Damit soll Geld für den Primatwechsel bei der Personalvorsorge und für die Sanierung von Schulhäusern zur Verfügung stehen, wie der Gemeinderat am Freitag mitteilte.

Zwei Drittel des Überschusses sollen in die Spezialfinanzierung für ausserordentliche Forderungen der Personalvorsorgekasse fliessen, ein Drittel in die Spezialfinanzierung für Investitionen im Schulbereich.

Ohne die Äufnung der Spezialfinanzierungen müssten fast 44 Millionen Franken des Überschusses für Zusatzabschreibungen verwendet werden. Der Rest wäre dem Eigenkapital zu verbuchen, wie der Gemeinderat in seiner Mitteilung festhielt.

Spielraum nutzen

«Die Stadt zeigt sich gegenüber dem Beginn der Legislatur in einer deutlich verbesserten, guten finanziellen Verfassung», sagte der städtische Finanzdirektor, FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt, laut Mitteilung.

Er forderte, das die Stadt die finanzielle Stärke nutze, um den Investitionsstau zu beheben. «Jetzt müssen wir uns mit hoher Priorität den dringend nötigen Sanierungen von städtischen Immobilien zuwenden.»

Bester Rechungsabschluss der Dekade

Mit einem Überschuss von 63,7 Millionen Franken statt der budgetierten, schwarzen Null, präsentierte die Stadt den besten Rechnungsabschluss der vergangenen zehn Jahre.

Grund dafür sind auf der einen Seite steigende Steuer- und Finanzerträge. Sowohl bei den natürlichen wie bei den juristischen Personen wuchsen die Steuererträge. Allerdings sind darin auch einmalige Effekte enthalten. Als wiederkehrend erwartet die Stadt rund 11,9 Millionen Franken.

Auf der anderen Seite haben auch Minderausgaben zum Ergebnis beigetragen. Die wichtigsten Ausgabeposten der Stadtverwaltung liegen fast 10 Millionen Franken unter Budget.

Dagobert Duck's Schatztruhen

Der Rechnungsabschluss der Stadt Bern sorgte aber nicht nur für Freude, sondern auch für Stirnrunzeln. Das Grüne Bündnis etwa wunderte sich über die grosse Abweichung zwischen dem Überschuss und der budgetierten, schwarzen Null.

Wenn zwischen finanzpolitischer Projektion und Realität so grosse Abweichungen bestünden, sei dies der politischen Debatte und dem Vertrauen in die Budgetierung nicht förderlich.

Der Finanzdirektor scheine das Geld «lieber wie Dagobert Duck in diversen Schatztruhen zu horten», als für die Bernerinnen und Berner wichtige Angebote aufrecht zu erhalten, schreibt die Partei. Der überraschende Rechnungsabschluss beweise, dass in den letzten Jahren ohne Not Leistungen abgebaut worden seien.

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