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Stadt Bern hält nichts von Initiative zu Komatrinkern

Sogenannte Komatrinker sollten für die Stadt Bern auch künftig Aufenthalte in einem Spital oder in der Ausnüchterungszelle nicht selber bezahlen müssen.

Falls das im Krankenversicherungsgesetz verankerte Solidaritätsprinzip aufgehoben würde, sei zu befürchten, dass junge Menschen aus Angst vor den entstehenden Kosten keine medizinische Hilfe mehr in Anspruch nähmen. (Symbolbild)
Falls das im Krankenversicherungsgesetz verankerte Solidaritätsprinzip aufgehoben würde, sei zu befürchten, dass junge Menschen aus Angst vor den entstehenden Kosten keine medizinische Hilfe mehr in Anspruch nähmen. (Symbolbild)
Keystone

Die Berner Stadtregierung hält nichts von einer parlamentarischen Inititiative von Toni Bortoluzzi, der dies ändern will. Auf der Basis eines Vorstosses des Zürcher SVP-Nationalrats schickte die nationalrätliche Gesundheitskommission kürzlich eine Vorlage in eine Vernehmlassung. Diese geht davon aus, dass medizinische Behandlungen als Folge von übermässigem Alkoholkonsum grundsätzlich selbstverschuldet sind.

Deshalb sollen laut dieser Vorlage Komatrinker selber für die finanziellen Folgen ihres Tuns aufkommen, nicht mehr die Kranken- oder Unfallversicherung. Falls in diesem Bereich das im Krankenversicherungsgesetz verankerte Solidaritätsprinzip aufgehoben würde, sei zu befürchten, dass junge Menschen aus Angst vor den entstehenden Kosten keine medizinische Hilfe mehr in Anspruch nähmen. Das schreibt der Berner Gemeinderat in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Es würden somit gesundheitliche Schäden oder gar Todesfälle in Kauf genommen, findet die Berner Stadtregierung. Sie fasst in ihrer Mitteilung ihre Stellungnahme an den Schweizerischen Städteverband zusammen.

SDA/rv

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