SRG-Generaldirektor kündigt neue Redaktion in Bern an

Als Kompensation für das verlegte Radiostudio, will die SRG in Bern eine Recherche-Redaktion gründen.

Neben einer neuen Recherche-Redaktion will die SRG auch die Inlandredaktion in Bern aufgestocken.

Neben einer neuen Recherche-Redaktion will die SRG auch die Inlandredaktion in Bern aufgestocken.

(Bild: Adrian Moser)

Die Berner Gemüter sind nach dem Entscheid, das Radiostudio definitiv nach Zürich zu verlegen, noch immer erhitzt. Doch nun versucht SRG-Generaldirektor Gilles Marchand mit Kompensationsmassnahmen beruhigend einzuwirken. Konkret verspricht er, eine neue Recherche-Redaktion in Bern zu gründen, wie er in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» ausführt.

Bei der Rechercheredaktion soll es sich um eine «überregionale, multilinguale Redaktion mit Kollegen von RTR, RSI, RTS und SRF» handeln, so Marchand. Schätzungsweise 15 Journalisten sollen dann nationale Themen von Bern aus behandeln.

Weiter verspricht Marchand, die Inlandredaktion in Bern aufzustocken. Zudem plane man in der Bundesstadt die Schaffung einer Digitalplattform, die die Inhalte der SRG-Kanäle mit Untertiteln für die gesamte Schweiz aufbereiten soll.

Derweil kämpfen Politiker weiter für den Verbleib des Radiostudios. Als Vehikel soll das Mediengesetz dienen, das derzeit in der Vernehmlassung ist. Laut der «SonntagsZeitung» hat die Berner Stadtregierung in ihrer Antwort angeregt, mittels dieses Gesetzes die SRG zu verpflichten, in der Hauptstadtregion stärker präsent zu sein. Politiker aus allen Lagern gaben bereits Untersützung bekannt. Ob damit der Umzug noch aufgehalten werden kann, ist fraglich. Dieser ist bereits für 2020 geplant.

Der Bund

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