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Spital Thun will weitere Zusammenarbeit in der Region ausloten

Der neue Thuner Spitaldirektor Bruno Guggisberg will bis Ende Juni die Strategie der Spitalgruppe STS unter die Lupe nehmen. Unter anderem will er in der Region nach weiteren Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen Spitälern suchen.

Die Verantwortlichen des Spital Thun loten eine weitere Zusammenarbeit mit anderen Spitälern aus. (Franziska Scheidegger)
Die Verantwortlichen des Spital Thun loten eine weitere Zusammenarbeit mit anderen Spitälern aus. (Franziska Scheidegger)

Dies ist eine der Vorgaben, die der Kanton in seiner Versorgungsplanung macht. Bereits heute bestehe eine Zusammenarbeit mit dem Inselspital in Bern, der Spitalgruppe FMI im östlichen Berner Oberland und mit der Klinik Hohmad in Thun, führte Guggisberg aus.

Diese Beziehungen gelte es zu intensivieren. Zunächst müsse ausgelotet werden, in welchen Bereichen dies möglich wäre. Das Thema Fusion wischt Guggisberg nicht einfach vom Tisch, doch betonte er, Thun forciere keine vollständigen Zusammenschlüsse.

Eine weitere Herausforderung für die Spitalgruppe sind die Senkungen der Baserate. Das ist die Vergütung, die die Spitäler vom Kanton für jeden einzelnen stationären Fall erhalten.

Für 2012 steht eine weitere Senkung von angedachten sieben Prozent im Raum. Obschon die Spitalgruppe gut aufgestellt sei, wäre das eine grosse Herausforderung, konstatierte Guggisberg. Da müsste die Spitalgruppe schon genau untersuchen, wo sie Geld verdiene, viele Fälle generiere und wo nicht.

Spitalstreit im Simmental

Bei den Strategieüberlegungen dürfte der Spitalstreit im Simmental eine wichtige Rolle spielen. Jüngst hat der Verwaltungsrat der Spitalgruppe entschieden, beide Betriebe als Gesundheitszentren weiterzuführen.

Zweisimmen wird mit einem stationären Bereich für die Grundversorgung ergänzt. In Saanen soll mit einem privaten Anbieter eine statioinäre Einrichtung für Orthopädie entstehen. Auf einen einzigen, gemeinsamen Spitalneubau in Saaenmöser konnten sich die Berner Oberländer nicht einigen.

In den kommenden Monaten will die Spital STS AG nun definieren, welche Angebote in welcher Form in Zweisimmen und Saanen angeboten werden sollen.

Der 48-jährige Guggisberg ist seit Anfang Jahr neuer Direktor der Spitalgruppe STS. Er tritt die Nachfolge von Beat Straubhaar an. Zuvor war Guggisberg unter anderem Vorsitzender der Geschäftsleitung der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD).

(SDA)

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