«Spirit of Bern» kommt nun abgespeckt daher

Das 2014 grossmundig angekündigte und dann verschobene Polit-Forum «Spirit of Bern» findet statt, und zwar am 18. Januar dieses Jahres in abgespeckter Form.

So sah das Organisationskomitee von «Spirit of Bern» vor einem Jahr noch aus: Daniel Buser, Mario Gullotti, Steff La Cheffe, Yvonne Feri und Daniel C. Rohr.

So sah das Organisationskomitee von «Spirit of Bern» vor einem Jahr noch aus: Daniel Buser, Mario Gullotti, Steff La Cheffe, Yvonne Feri und Daniel C. Rohr.

(Bild: Adrian Moser)

Das Polit-Forum «Spirit of Bern» ist nach Startschwierigkeiten auf Kurs – und soll nun am 18. Januar definitiv stattfinden. Der ursprünglich für zwei bis vier Tage vorgesehene Anlass dauert nun einen Nachmittag lang.

Auch will das Forum nicht mehr das führende Schweizer Forum für Aussen- und Umweltpolitik, Ressourcenmanagement, volkswirtschaftliche Fragen und Public Affairs werden, wie die Initianten im November 2014 sagten.

In einer Mitteilung vom Mittwoch schreiben die Organisatoren nun, Ziel sei, in den nächsten Jahren «ein bedeutendes Forum der Schweiz zu werden.»

Auch von den damals angekündigten Namen sind etliche verschwunden: Der durch seine Unterstützung von Edward Snowden berühmt gewordene US-Journalist Glenn Greenwald ist nicht mehr dabei, ebenso wenig der Generalsekretär der Organisation Club of Rome respektive die Berner Rapperin Steff la Cheffe.

Teilnehmen werden hingegen wie angekündigt der US-amerikanische Informatiker und Künstler Jaron Lanier, Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, sowie verschiedene national und regional bekannte Personen.

Uni Bern mit wichtiger Rolle

Prominent vertreten unter den Rednern ist die Universität Bern. So werden etwa Rektor Martin Täuber und der bekannte Klimatologe Thomas Stocker auftreten. Auch der Programmverantwortliche des «Spirit of Bern» ist ein an der Uni Bern tätiger Professor: der renommierte Zahnmediziner Daniel Buser.

Er sagt, gerade das am «Spirit of Bern» geplante Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werde das neue Forum von ähnlichen Anlässen abheben. Das sei die sogenannte «Unique Selling Proposition» des Anlasses, also das herausragende Verkaufsmerkmal.

Es war auch die Uni Bern, welche Mitte Dezember zusammen mit Bern Tourismus, Swisscom, Securitas und der Kongress&Kursaal Bern AG die Trägerstiftung des Anlasses gründete.

Buser sagt, es sei gelungen, 30 Firmen von einer Teilnahme am Forum zu überzeugen. Knapp 400 Anmeldungen lägen vor - genug, damit der Anlass schwarze Zahlen schreiben werde. 300 bis 400 Franken muss auslegen, wer am «Spirit of Bern» dabei sein will. In 30 Fällen übernehmen nun also Firmen für ihre Angestellten diese Kosten.

Der Berner Zahnmediziner sagt, es sei nötig gewesen, den früher sehr ambitionierten Anlass zu redimensionieren. In der heutigen, pragmatischen Form sei er machbar. Greenwald komme eventuell im kommenden Jahr.

Drei Themen auf dem Plan

Drei Themen wird das Forum beackern: Internet und Digitalisierung: Chancen und Risiken, Der Pariser Klimagipfel: Resultate und Schlussfolgerungen, sowie TTIP: Auswirkungen für die Schweiz. Mit TTIP ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA gemeint.

Dass nun diese Themen zum Zug kämen, liegt laut Buser teilweise an den bereits verpflichteten Referenten, teilweise an ihrer Aktualität. 2014 war als Thema des Anlasses noch «Der ökologische Fussabdruck» vorgesehen gewesen.

hjo/sda

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