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Spaltpilzrechnungen für Rot-Grün-Mitte

Gehen SP und GB ohne GFL in die Wahlen, haben sie gute Chancen, die linke Mehrheit im Gemeinderat zu verteidigen. Doch wenn es um Macht geht, spielen nicht nur Zahlen eine Rolle.

SP und Grünes Bündnis könnten bei den Wahlen 2020 auch ohne Bündnis mit der GFL und Stadtpräsident Alec von Graffenried ihre drei Sitze verteidigen.
SP und Grünes Bündnis könnten bei den Wahlen 2020 auch ohne Bündnis mit der GFL und Stadtpräsident Alec von Graffenried ihre drei Sitze verteidigen.
Adrian Moser

Die Gemeinderatswahlen 2020 könnten für die SP in einem Desaster münden. Man stelle sich vor: Die stolze und mit Abstand grösste Partei der Stadt Bern stellt nur noch einen Gemeinderat – und dieser wäre im fünfköpfigen Gremium nicht einmal Mehrheitsmacher.

Dieses Szenario könnte eintreffen, selbst wenn die SP keinen einzigen Wähler verliert. Der Hauptgrund dafür ist, dass die oppositionellen Mitte-rechts-Parteien den Fehler von 2016, als sie mit getrennten Listen in die Gemeinderatswahlen gestiegen sind, nicht wiederholen wollen. Derzeit sind GLP, CVP, BDP, FDP und SVP gerade mal mit einem Sitz in der Exekutive vertreten, obwohl sie bei den Stadtratswahlen zusammen rund 40 Prozent der Wählerstimmen erzielten. Hätten sie sich auf eine gemeinsame Liste einigen können, wären zwei Sitze dringelegen.

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