Zum Hauptinhalt springen

SP will sieben Nationalratssitze

Die SP des Kantons Bern will an den bevorstehenden Nationalratswahlen sieben Sitze ergattern. Optimistisch gibt sich auch der Kandidat für den Ständerat.

Die Berner SP strebt einen Sitzzuwachs im Nationalrat an.
Die Berner SP strebt einen Sitzzuwachs im Nationalrat an.
Keystone

«Ich habe den Taschenrechner hervorgenommen und das Potenzial unserer Kandidierenden zusammengezählt», sagte Roland Näf, Präsident der bernischen SP, am Donnerstag vor den Medien. Dabei sei er auf sieben Sitze gekommen. Die sieben Sitze wären einer mehr als an den letzten Wahlen im Jahr 2007.

Falls es knapp werden sollte, verlasse sich die SP auf ihre Listenverbindungen. «Bei den Restmandaten haben wir die besseren Karten als die Bürgerlichen», sagte Näf. Die Listenverbindungen könnten somit für die SP entscheidend sein, um diesen siebten Sitz zu holen.

Frauenliste als Stärke

Der Parteipräsident sieht mehrere Gründe dafür, dass die bernische SP am 23. Oktober zulegen könnte. Zum Beispiel seien Themen aus der Wirtschaft aktuell, bei denen der SP hohe Kompetenz bescheinigt werde, erklärte Näf. Er verwies auf die Initiativen zu Cleantech, für eine öffentliche Krankenkasse, für einen fairen Mindestlohn und zur Erbschaftssteuerreform.

Näf ortet weitere Stärken: «Wir haben die einzige Frauenliste», sagte er. Die SP wolle ausserdem bei jungen Wählern mit der JUSO-Liste punkten. Zudem steige die JUSO, die mindestens einen Sitz im Nationalrat holen wolle, gemeinsam mit den Second@s plus in den Wahlkampf.

Die Partei setzt an den Wahlen verstärkt auf bekannte Persönlichkeiten. In Bezug auf die Bekanntheit gebe es vor allem bei der Männerliste einen grossen Unterschied zu 2007. Näf traut etwa dem ehemaligen TV-Moderator Matthias Aebischer und dem Vertreter der Ärzte, Jacques de Haller, viele Panaschierstimmen zu.

Spencer Tracy statt Richard Gere

Optimistisch gibt sich auch der Kandidat für den Ständerat, der ehemalige Bieler Stadtpräsident Hans Stöckli. «Der Wahlkampf läuft gut», sagte er. «Ich werde nicht als Richard Gere, sondern als Spencer Tracy bezeichnet», sagte er in Anspielung auf den SVP- Konkurrenten und Ständerat Adrian Amstutz. Dieser Vergleich freue ihn besonders, fügte Stöckli mit einem Schmunzeln an.

Das Budget der bernischen SP für die Nationalratswahlen beläuft sich auf 350'000 Franken. Darin sind die persönlichen Kampagnen der Kandidierenden nicht eingeschlossen. Für die Wahl in den Ständerat beläuft sich das Budget der Kantonalpartei auf 150'000 Franken.

SDA/bs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch