Sofa-Gladiatoren auf der Spielwiese

Zwischen Martkmeile und Partyzelten stehen die Spielhöllen des Gurtenfestivals.

Auf dem Gurten lässt sich neben allem anderen auch vortrefflich spielen.

Auf dem Gurten lässt sich neben allem anderen auch vortrefflich spielen.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Kinder lieben den Gurten wegen seines Spielplatzes mit einer Mini-Eisenbahn und einem Klettergerüst. Dieser Bereich ist am Festival zwar gesperrter Backstage-Bereich, spielen dürfen die Besucherinnen und Besucher aber trotzdem. Die Sponsoren locken sie mit Preisen, die sich meist als Werbegeschenke entpuppen, in ihre Zelte.

Beim Spaziergang zwischen Wald- und Zeltbühne kann man unter anderem gewinnen: Kopfhörer, Rückenbeutel (Bernern als Kitchener-Säckli bekannt), Badetücher, Gutscheine für alles Mögliche. Dabei sind die Trostpreise manchmal attraktiver, die kann man nämlich essen, im Gegensatz zum modisch streitbaren Kleidungsstück oder Schlüsselanhänger mit dem Logo eines Sponsors.

Gesponsortes Klebetatoo

Der Aufwand der Wettbewerbe reicht von bescheiden, zum Beispiel dem Ziehen an der Slotmaschine, bis zu körperlichen Herausforderungen für Möchtegern-Gladiatoren, zum Beispiel an der Reckstange (Mammut), auf einem Sofa-Rodeo (Zweifel) oder beim Gummitwist (MTV).

Egal ob Gewinner oder Verlierer, der neu erreichte Heldenstatus wird mit einem Klebetattoo des Sponsors sichtbar gemacht. Die wenigen Kinder im Publikum hören sich derweil auf den Schultern ihrer Eltern die Konzerte an.

Auch die Künstler befinden sich in einem gnadenlosen Wettkampf. An jedem Tag wählen die Zuschauer den «besten Live Act». Überraschungen sind keine zu erwarten, am Donnerstag gewannen Die Fantastischen Vier mit 564 Stimmen.

DerBund.ch/Newsnet

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