Zum Hauptinhalt springen

«So wird die FDP nicht Erfolg haben»

Die Angriffe aus der eigenen Partei haben Claudine Esseiva «sehr verletzt».

Fühlt sich angegriffen: Claudine Esseiva.
Fühlt sich angegriffen: Claudine Esseiva.
Adrian Moser

Eine Suggestivfrage, gestellt an der FDP-Delegiertenversammlung vom Mittwochabend, hat Claudine Esseiva erschüttert. Der ehemalige Nachrichtendienstchef Peter Regli wollte von Christian Wasserfallen wissen, ob Esseiva für ihn in den Nationalrat nachrutsche, falls er Regierungsrat werde. Manchen Freisinnigen passte es nicht, dass die beiden Nationalratssitze von Christa Markwalder und Esseiva besetzt werden könnten. Regli lieferte damit in aller Öffentlichkeit den Beweis: Es handelte sich dabei um mehr als ein Gerücht.

Für Esseiva stellt die an der Versammlung gestellte Frage einen Angriff auf ihre Person dar. «Das stimmt mich traurig», sagt die Berner Stadträtin und ehemalige Generalsekretärin der FDP-Frauen. Die «Negativkampagne» habe sie «sehr verletzt». Es sei ein «undemokratisches Argument», sagt Esseiva weiter, Wasserfallen nicht zu nominieren, nur um ihr Nachrutschen zu verhindern. Schliesslich sei sie, Esseiva, von der Partei als Ständerats- und Nationalratskandidatin für die letzten Wahlen nominiert und von der Basis unterstützt worden. Sonst hätte sie nicht den ersten Ersatzplatz auf der Nationalratsliste geschafft.

Zudem stört Esseiva, dass die Parteileitung an der Versammlung nicht eingriff. «Wenn solche Angriffe in der Öffentlichkeit geduldet werden, wird die FDP nicht Erfolg haben.» Esseiva sagt, sie könne nicht so tun, als ob nichts geschehen wäre. «Ich werde mir nun überlegen, wie es weitergehen soll.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch