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So wird der neue Bahnhof aussehen

Ein Haus auf Stelzen, ein neues Tor zur Länggasse, eine versetzte RBS. SBB und RBS haben ihre Pläne für den Berner Bahnhof vorgestellt.

Neuer Zugang von der Länggasse. Rechts im Bild ist die momentan in Bau stehende Schanzenpost zu sehen.
Neuer Zugang von der Länggasse. Rechts im Bild ist die momentan in Bau stehende Schanzenpost zu sehen.
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Zwischen der Welle und der heutigen Unterführung soll es nämlich einen dritten Durchgang zu den Geleisen geben.
Zwischen der Welle und der heutigen Unterführung soll es nämlich einen dritten Durchgang zu den Geleisen geben.
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Eine neue Velostation ist ebenfalls vorgesehen.
Eine neue Velostation ist ebenfalls vorgesehen.
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Der Ausbau des Bahnhofs Bern und der Bau eines neuen Tiefbahnhofs für den Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) rücken näher: SBB und RBS reichen kommende Woche beim Bundesamt für Verkehr das Plangenehmigungsgesuch ein.

Mitte August wollen Stadt und Kanton Bern zudem die Pläne öffentlich auflegen. Damit werde der Ausbau des zweitgrössten Schweizer Bahnhofs nach mehrjähriger Planung konkret, schreiben die vier Partner in einer Medienmitteilung.

An einer Medienkonferenz am Donnerstag in Bern sagte der Direktor des RBS, Fabian Schmid, die Pläne und Unterlagen seien sehr umfangreich. «Ein Lieferwagen ist nötig, um die zahlreichen Schachteln zum Bundesamt für Verkehr zu transportieren.»

Neue Unterführung, neuer Tiefbahnhof

Die Kernelemente des ersten Ausbauschritts des Bahnhofs Bern sind seit längerem bekannt: Unter den Perrons des Bahnhofs Bern wird einerseits eine neue, zweite Personenunterführung gebaut. Sie bekommt den Namen «Unterführung Mitte» und wird L-förmig sein.

Dies deshalb, weil sie vom Bubenbergplatz her nicht nur in Richtung Schanzenhügel führt, sondern weil sie im Süden auch eine Verbindung zur bestehenden Fussgängerunterführung schafft. Mit der neuen Unterführung Mitte sollen sich die Passagierströme im Bahnhof viel besser verteilen, und dieser erhält einen zweiten Hauptzugang.

Das zweite Kernelement ist ein neuer Tiefbahnhof für den RBS, der mehrere Linien der Berner S-Bahn betreibt. Dieser neue Tiefbahnhof wird von den beiden Unterführungen her erschlossen. Er ersetzt den aus allen Nähten platzenden heutigen RBS-Bahnhof.

Ziel der Bauarbeiten ist es, die Kapazitäten des Bahnhofs an die stetig wachsenden Passagierströme anzupassen und die Zugänglichkeit des Bahnhofs zu verbessern. Indem die Seitenwand der Perronhalle hin zum Burgerspital geöffnet wird, erhält diese heute düstere Halle auch mehr Tageslicht.

Die Finanzierung der beiden Projekte ist nach Angaben des Kantons Bern gesichert. Die Kosten schätzen die vier Partner - wie schon im Jahr 2012 - auf 867 Millionen Franken. Gebaut werden soll zwischen 2017 bis 2025. Bis im Jahr 2035 soll der Bahnhof Bern in einem zweiten Ausbauschritt auch seitlich verbreitert werden.

17 Meter unter der Unterführung

Der neue RBS-Tiefbahnhof wird aus zwei Kavernen mit je zwei Gleisen bestehen, die sich 17 Meter unter den SBB-Publikumsanlagen befinden. Von der bestehenden und von der neuen Unterführung Mitte her wird man dorthin kommen. Der zentrale Bereich wird von einem Schacht aus gebaut werden, der sich an der Laupenstrasse befinden wird.

Weitere Zugriffspunkte beim Bau werden das sogenannte Eilgutareal der SBB vis-à-vis der Reitschule sein sowie der Wildpark bei der Henkerbrünnli-Kreuzung. Von diesem Park aus habe man schon den heutigen RBS-Bahnhof gebaut, sagte RBS-Direktor Schmid.

Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich ab dem 16. Juni in Räumen der SBB am nördlichen Ende der Bahnhof-Parkterrasse ein Modell, Filme, Pläne und anderes ansehen.

SDA/spr

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