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So schnell wird nicht auf die Biber geschossen

«Problembiber» dürfen nach der neuen Jagdverordnung eliminiert werden. In der Praxis wird es wohl nur sehr selten dazu kommen.

Grosser und problematischer Baumeister: Der Biber.
Grosser und problematischer Baumeister: Der Biber.
Keystone

In den letzten Jahren ist der Biber der Aare entlang auf dem Vormarsch. Das grösste Nagetier Europas hat die Auenwälder in Belp, Rubigen und Münsingen besiedelt und fühlt sich dort pudelwohl. Dabei kommt es zu gewissen Nutzungskonflikten mit der Wald- und Landwirtschaft und auch im Siedlungsgebiet.

«Wir haben dem Biber mit den Renaturierungen eine sehr gute Lebensgrundlage geschaffen», sagt Kurt Brönnimann, Präsident der Burgergemeinde Belp, in deren Besitz sich der Auenwald auf dem linken Aareufer befindet. «Hier hat er es wohl noch besser als im Seeland.» Zwischen Auguetbrücke und Münsingen gebe es etwa fünf Familienburgen. Durch das Aufstauen der Giessen verändert sich die Landschaft: Zum Teil stehen Bäume neu unter Wasser und sterben ab, zum anderen fressen die Biber auch die Rinden von Föhren ab. Die Burgergemeinde kann den Nutzungsverlust und die Schäden nicht in Franken angeben. Daneben entstehen aber auch Kosten durch Mehraufwand, um Bäume einzeln mit Plastikröhren oder Drahtgeflechten vor den scharfen Zähnen der Tiere zu schützen. Man müsse zusammen mit Bund und Kanton eine Lösung finden, sagt Kurt Brönnimann. «Abschiessen ist für uns kein Thema, man muss den Biber akzeptieren und nach einer Form der Entschädigung suchen.»

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