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Selbst die SP findet: «So kann es nicht mehr weitergehen»

Der Gemeinderat soll handeln, um die Gewalt rund um die Reitschule zu stoppen. Dies fordern alle Fraktionen im Stadtrat. Doch der Gemeinderat schweigt.

Die Stadt brauche aufseiten der Reitschule «verlässliche Partner zum Diskutieren», fordert auch die SP.
Die Stadt brauche aufseiten der Reitschule «verlässliche Partner zum Diskutieren», fordert auch die SP.
Adrian Msoer

Brennende Barrikaden auf der Schützenmatte – «geng wie geng» im Berner Gemeinderat: «Der Stadtpräsident wird keine Interviews geben», sagte am Mittwoch Walter Langenegger, Infochef der Stadt Bern, auf Anfrage. Der Gemeinderat werde «wie üblich» am Donnerstag über seine Beschlüsse informieren. «Danke fürs Verständnis.» Dieses Verständnis droht nun zur Neige zu gehen. «Ich sehe nur Hilflosigkeit beim Gemeinderat», sagt Martin Schneider, Co-Präsident der Fraktion BDP/CVP. Die Stadtregierung sei bisher kaum bereit gewesen, auf die Umsetzung der mit der Reitschule vereinbarten Sicherheitsbestimmungen zu pochen. «Das geht so weiter, bis etwas passiert, was heftiger ist als eine versuchte schwere Körperverletzung», sagt Schneider. «Es braucht nun eine klare Stellungnahme des Gemeinderates.» Von einer Kündigung des Leistungsvertrages, wie dies die SVP fordert, hält Schneider nicht viel: «Die Reitschule kann auch ohne Geld der Stadt weiterexistieren.» Das Problem sei weniger auf dem Papier als in der gestörten Art und Weise der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Reitschule zu suchen. Daher wäre es angezeigt, wenn Gespräche unter Anleitung eines beidseitig akzeptierten Mediators stattfinden würden, sagt Schneider.

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