Zum Hauptinhalt springen

«Schweizerhof» bald Luxusoase

Von Luxus ist im Berner Fünfsternhotel Schweizerhof, das seit 2005 geschlossen ist, zurzeit noch wenig zu spüren. Bis zur Wiedereröffnung im April 2011 soll aber aus der Baustelle mit kahlen Mauern und Kabel-Wirrwarr ein modernes Nobelhotel werden.

Im Hotel Schweizerhof wurde ein Musterzimmer eingerichtet...
Im Hotel Schweizerhof wurde ein Musterzimmer eingerichtet...
zvg
...zuvor sah es ungefähr so aus.
...zuvor sah es ungefähr so aus.
Martina Maurer
Ein Blick zurück in die Vergangenheit: Das Hotel Schweizerhof (rechts) auf dem Bahnhofplatz in Bern.
Ein Blick zurück in die Vergangenheit: Das Hotel Schweizerhof (rechts) auf dem Bahnhofplatz in Bern.
zvg
1 / 17

Ein genaues Datum für die Eröffnung gebe er nicht bekannt, sagte der Gesamtprojektverantwortliche Bruno Schöpfer vor den Medien im Baubüro des Schweizerhofs. Schliesslich müsse man bei derart grossen Renovationsarbeiten mit Überraschungen rechnen. Zurzeit befinde sich aber die «Renaissance einer Legende» auf Kurs.

In den nächsten Monaten erfolgt der Innenausbau und die Ausstattung der Räume im traditionsreichen Gebäude, wie die Verantwortlichen mitteilten. Dabei ist höchste Sorgfalt nötig, weil das Projekt den Auflagen des städtischen Denkmalschutzes untersteht.

Das Hotel beim Berner Bahnhof blickt auf eine rund 150-jährige Geschichte zurück. Es sei vorgesehen, dass gewisse Antiquitäten, beispielsweise alte Spiegel, restauriert und für die neue Dekoration verwendet würden, führte Schöpfer aus.

Schon reserviert

Im geschichtsträchtigen Haus entstehen 100 Zimmer und Suiten. Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern gibt es Platz für Bankett-, Konferenz- und Seminarräume. Eine neue Lobby Lounge mit Bar soll, wenn es nach Schöpfer geht, zum «neuen Treffpunkt in Bern» werden. Das Investitionsvolumen für den gesamten Umbau beträgt 45 Millionen Franken.

Schon jetzt liegen erste Hotel-Reservationen vor. Auch Politiker hätten Interesse signalisiert, sagte Schöpfer. Dabei geht es etwa um National- und Ständeräte, die sich während der Sessionen in Bern aufhalten.

Ein «Modell-Zimmer» wurde schon jetzt für Besichtigungen eingerichtet. Auf den ersten Blick wirkt es überraschend klein und überladen. Schöpfer beschwichtigt: «Die Zimmer werden nicht genau so aussehen.» Der Prototyp dient vielmehr dazu, wichtige Anpassungen rechtzeitig vornehmen zu können.

Insgesamt werde es im Schweizerhof nämlich 20 verschiedene Zimmertypen geben, sagte Schöpfer. Somit gebe es auch verschiedene Stufen bei Qualität und Preis. Preislich werde der neue Schweizerhof über dem Bellevue Palace liegen, dem anderen Fünfsternhotel Berns, fügte er an.

Besitzer aus Katar

Der Schweizerhof befand sich 2003 in finanzieller Schieflage. 2005 wurde das Hotel für eine Renovation geschlossen; allerdings zeichnete sich kurz darauf ab, dass es wohl längere Zeit nicht öffnen würde.

2008 übernahmen Investoren aus Katar das Zepter. «Die Besitzer lassen uns freie Hand», sagte Schöpfer und verwies auf das Prinzip «Think global, act local». In diesem Sinne würden Weisswein oder Schweinefleisch nicht von der Karte gestrichen.

Dagegen sei klar, dass den Hotelgästen in der Schublade, je nach Religionszugehörigkeit, eine Bibel, ein Koran oder ein anderes Werk zur Verfügung stehe. Doch dies, fügte Schöpfer an, sei eine normale Nuance der modernen Hotellerie.

mau/sda

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch