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Schulzahnklinik vergibt Auftrag unter der Hand

Die Berner Schulzahnklinik hat ihren Lieferanten gewechselt, ohne den Auftrag auszuschreiben. Der Gemeinderat lässt die Beschaffungspolitik sämtlicher Abteilungen und Dienststellen überprüfen.

Im Schulzahnmedizinischen Dienst der Stadt Bern sind verschiedenste Probleme zu lösen.
Im Schulzahnmedizinischen Dienst der Stadt Bern sind verschiedenste Probleme zu lösen.
Valérie Chételat

Der Schulzahnmedizinische Dienst der Stadt Bern (SZMD) kommt nicht zur Ruhe. Haben bisher Mobbingvorwürfe, juristische Auseinandersetzungen und schlechte Geschäftszahlen für Schlagzeilen gesorgt, geht es nun um eine mutmasslich widerrechtliche Beschaffung von zahnmedizinischem Verbrauchsmaterial.

Anfang Jahr hat die Klinikleitung den langjährigen Hauptanbieter freihändig gewechselt – das heisst ohne den Auftrag neu auszuschreiben. Zum Handkuss kam die Firma ABC Dental, einstige Arbeitgeberin einer Mitarbeiterin der Schulzahnklinik, die erst einige Monate zuvor den Arbeitgeber gewechselt hatte. Nach Angaben eines ehemaligen Lieferanten der Schulzahnklinik umfasst der Auftrag einen Jahresumsatz zwischen 150'000 und 200'000 Franken. Mit der freihändigen Vergabe eines Liefervolumens in dieser Höhe hat Klinikleiter Ingo Ziswiler gegen das Stadtberner Beschaffungsrecht verstossen. Gemäss Verordnung können nur Aufträge bis 50'000 Franken in Eigenregie vergeben werden. Bereits ab 25'000 Franken müsste zudem «mindestens eine Konkurrenzofferte» eingeholt werden.

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