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Schmidt und Schori bleiben im Rennen

Alexandre Schmidt (FDP) und Beat Schori (SVP) sind definitiv auf das Kandidatenkarussell aufgesprungen. Gleichzeitig übt das Bürgerliche Bündnis Kritik am Verhalten der Mitte-Liste.

Bleiben Kandidaten: Beat Schori und Alexandre Schmidt.
Bleiben Kandidaten: Beat Schori und Alexandre Schmidt.
Manu Friederich

Unabhängig vom Hin und Her zwischen Mitteparteien und Bürgerlichen wollen Beat Schori für die SVP und Alexandre Schmidt für die FDP um das Amt als Stapi kämpfen. Die sogenannte Mitte-Liste sei ohne jede Absprache mit dem Bürgerlichen Bündnis mit der Stadtpräsidentenkandidatur Vania Kohlis (BDP) vorgeprescht, teilte das Bürgerliche Bündnis am Dienstag mit.

Das Bündnis beanspruche seinerseits das wichtigste politische Amt in der Stadt Bern. Die beiden bürgerlichen Kandidaten Schmidt und Schori müssen noch von den zuständigen Parteigremien bestätigt werden.

«Faden verloren»

Dolores Dana, Präsidentin der Stadtberner FDP, gestand vor den Medien ein, den roten Faden ein wenig verloren zu haben. Sie verglich das Hin und Her mit dem Steuerstreit mit den USA. «Heute ist es so, morgen ist es anders», sagte sie. Und wenn man glaube, eine Einigung zu haben, sei es dann doch wieder anders.

«Wir werden das Gespräch mit den Parteien suchen, insbesondere mit der BDP», sagte die FDP-Präsidentin weiter. Dies werde aber noch nicht diese und wohl auch nicht nächste Woche geschehen, zunächst müsse sich die Lage beruhigen. Zudem seien von der anderen Seite widersprüchliche Aussagen gekommen.

Unseriös und überheblich

«Eigentlich wollten wir den Wahlkampf auf Gemeinderatsebene führen», sagte Peter Bernasconi, Parteipräsident der Stadtberner SVP. Doch nun sei das Thema Stadtpräsidium in den Medien in den Mittelpunkt gerückt.

«Was jetzt läuft, ist unseriös», fügte Bernasconi an. Denn wenn sich jemand für das Amt eines Stadtpräsidenten zur Verfügung stelle, sei das ein grosser Schritt. Bisher sei es deshalb für einen Stapi- Kandidaten üblich gewesen, vor diesem Schritt zunächst als Gemeinderat tätig gewesen zu sein. Alles andere sei überheblich, fügte Bernasconi an. Er habe mitunter das Gefühl, es gehe zum Teil einfach darum, in den Medien präsent zu sein.

Selbstbewusste Kandidaten

Allerdings hegt nicht nur BDP-Frau Kohli, die jetzige Grossrätin und frühere Stadtratspräsidentin, Stapi-Ambitionen ohne erst Gemeinderätin gewesen zu sein. Auch die Kandidaten der SVP und der FDP sind nicht in der Stadtberner Exekutive.

Darauf angesprochen, verwies Schori auf seine Erfahrung als ehemaliger Stadtratspräsident und auf seine frühere Tätigkeit als Stadtrat während 12 Jahren. «Ich hätte mich nicht zur Verfügung gestellt, wenn ich nicht glaubte, dieses Amt ausführen zu können», sagte er. Schmidt verwies seinerseits unter anderem auf seine Erfahrung als Direktor der Eidgenössischen Alkoholverwaltung.

Weiteres Vorgehen besprechen

Die Mitteparteien wollen ihrerseits nun Gespräche für das weitere Vorgehen in Sachen Stapi-Kandidatur führen. Dazu war bereits am Dienstagabend eine Sitzung geplant, wie Vania Kohli auf Anfrage sagte.

Für die BDP-Kandidatin ist es nach wie vor nur sinnvoll, wenn aus den Reihen der Bürgerlichen und der Mitte eine einzige Person antritt. Nur so könne man eine Chance gegen den amtierenden SP- Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät haben.

Hin und her

BDP-Frau Kohli hatte am Donnerstag ihre Ambitionen aufs Stadtpräsidium bekanntgegeben. Sie knüpfte ihre Kandidatur an eine Bedingung: die bürgerliche Liste mit FDP und SVP müsse sich hinter sie stellen und dürfe keine eigenen Kandidaten bringen.

Das kam auf bürgerlicher Seite aber nicht gut an. Am Freitag lancierte das bürgerliche Bündnis mit Schmidt und Schori seinerseits zwei Kandidaten. Doch auch hier hiess es zunächst, diese würden nur antreten, falls Kohli ihre Kandidatur nicht zurückziehe. Damit biss sich die Katze in den Schwanz.

SDA/bs

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