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«Scala» öffnet wieder – unter neuer Führung

Einst ein Restaurant, das in Berns oberster Liga spielte, danach abgestiegen – und jetzt vor dem Neustart: das Ristorante Scala in der Schweizerhof-Passage.

«Mediterrane Kultur erleben»: Unter dieser Affiche lockt das Ristorante Scala ab dem 3. Mai wieder Gäste ins Lokal. Das italienische Restaurant in der Schweizerhof-Passage war wegen der etwas verdeckten Lage im Obergeschoss vielen kein Begriff. Es gab jedoch Zeiten, da Kenner der gehobenen mediterranen Küche gerne dort tafelten. Dann und wann wurde auch der Gesamtbundesrat nach seiner anstrengenden Mittwochssitzung dort verköstigt. «Dolce Vita vom Feinsten», schwärmten einst Gastrokritiker. Kellner mit weissen Handschuhen raffelten Trüffel auf die Speisen.

Das Ristorante lebte aber auch mit dem Ruf, das Gebotene schlage etwas zu sehr zu Buche. «Nach dem Essen wunderten wir uns nicht mehr, dass das Scala so leer war», schrieb der Gastroführer «Gault Millau», bevor er es nach einigem Gemäkel aus dem Verzeichnis strich. Einst gehörte das italienische Gourmet-Lokal zum verzweigten Gastro-Imperium von Moreno Pedrazzoli, der im Tre Fratelli wirtet (früher Locanda Ticinese im City-West), früher aber auch diverse andere Restaurants das Beaujolais (heute Nooch) oder den Nachtclub Perroquet besass.

Hans Maurer kommt ans Ruder

Dass es den heutigen Besitzern mit dem Neuanfang ernst ist, illustriert die Tatsache, dass kein geringerer als Hans Maurer das Zepter im Scala in die Hand nimmt. Maurer war Gastronom in der Markthalle, bevor er Gastgeber im Meridiano wurde, dem Gourmet-Restaurant im Kursaal, das unter dem famosen Fredi Boss 17 Punkte einheimste. Dann wechselte er ins Schöngrün im Zentrum Paul Klee, das unter Berns derzeit höchstdekoriertem Koch Werner Rother inzwischen den 17. Punkt ergattert hat – auf Kosten des Meridiano. Nach einem Intermezzo bei Vini Cappelletti in Bern führt Maurer ab 3. Mai das Scala. Laut der «Hotel-Revue» ist er auch am Geschäft beteiligt.

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