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Sans-Papiers bauen Protestcamp ab

Die Sans-Papiers und Schweizer Sympathisanten, die seit knapp einer Woche einen Teil der Kleinen Schanze in Bern besetzt hielten, haben am Freitagmorgen begonnen, ihr Protestcamp zu räumen. Die Aktivisten ziehen eine positive Bilanz der Aktion.

Die Berner Stadtregierung erlaubte das Zelten bis am Freitag. Die Aktivisten hielten die Frist ein und bauten ihre Zelte ab.
Die Berner Stadtregierung erlaubte das Zelten bis am Freitag. Die Aktivisten hielten die Frist ein und bauten ihre Zelte ab.
Jonathan Spirig
Die Kleine Schanze hatten sie am Samstagnachmittag nach einer Kundgebung gegen Rassismus in Beschlag genommen.
Die Kleine Schanze hatten sie am Samstagnachmittag nach einer Kundgebung gegen Rassismus in Beschlag genommen.
Jonathan Spirig
...etwas gegen das Sans-Papiers-Problem zu unternehmen.
...etwas gegen das Sans-Papiers-Problem zu unternehmen.
Jonathan Spirig
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Das Protestcamp in unmittelbarer Nähe des Bundeshauses sei die erste Etappe einer schweizweiten Mobilisierung, sagte Sarah Schilliger, Sprecherin und Aktivistin der Bleiberecht-Bewegung, der Nachrichtenagentur SDA. Für den Sommer seien weitere Aktionen geplant.

Nun wolle man auf die Reaktion der Bundesrätin Eveline Widmer- Schlumpf warten, sagte Schilliger weiter. Die Aktivisten hatten der Justizministerin einen Brief übermittelt, in dem sie bessere Lebensbedingungen für Sans-Papiers in der Schweiz forderten.

Seit vergangenem Samstag hätten zwischen 200 und 300 Asylsuchende und Aktivisten auf der Kleinen Schanze campiert, bilanzierte Schilliger. Als grossen Erfolg wertete sie etwa die schweizweite Koordination der Bleiberecht-Bewegung.

Die Aktivisten hatten die Erlaubnis des städtischen Sicherheitsdirektors Reto Nause erhalten, bis Freitag 10 Uhr auf der Kleinen Schanze zu bleiben. Die Besetzung hatte nach einer Kundgebung in Bern gegen Rassismus am vergangenen Samstag begonnen.

Drei Flüchtlinge wollten Hungerstreik fortsetzen

Am Freitagmorgen befanden sich auf der Kleinen Schanze auch drei abgewiesene Flüchtlinge im Hungerstreik. Eine Aktivistin erklärte, es handle sich um eine separate Aktion, die schon vor dem Protestcamp begonnen habe. Die drei Flüchtlinge wollten ihren Hungerstreik fortsetzen und vorerst auf der Kleinen Schanze bleiben.

SDA/sgl

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