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Rückkehrzentren im Seeland statt in Prêles

Aarwangen, Biel-Bözingen und Gampelen: Als Ersatz für das gescheiterte Rückkehrzentrum in Prêles plant der Kanton gleich drei Standorte.

Das ehemalige Jugendheim in Prêles befand der Grosse Rat als ungeeignet für ein Rückkehrzentrum. (Archiv)
Das ehemalige Jugendheim in Prêles befand der Grosse Rat als ungeeignet für ein Rückkehrzentrum. (Archiv)
Beat Mathys

Der Kanton Bern hat mehrere Standorte ausfindig gemacht, die als Rückkehrzentren für abgewiesene Asylsuchende infrage kommen. Geeignete Standorte seien Aarwangen, Biel-Bözingen und Gampelen, teilten die Behörden am Samstag mit. Dort bestehen bereits Zentren für asylsuchende und weggewiesene Personen.

Ende Juni hatte die Polizei- und Militärdirektion die möglichen Standorte noch nicht bekanntgegeben, da sie zunächst zusammen mit den zuständigen Regierungsstatthaltern auf die betroffenen Gemeinden zugehen wollte. Das ist in der Zwischenzeit geschehen.

Menschen mit rechtskräftigem Wegweisungsentscheid sollen künftig getrennt von anerkannten Flüchtlingen und Asylsuchenden untergebracht werden. Das hat der Kanton im Zug der Asylreform beschlossen. Der Grosse Rat unterstützt die Strategie. Gesucht sind also Unterkünfte für 350 bis 450 abgewiesene Asylbewerber.

Als Standort sah der Kanton zunächst das ehemalige Jugendheim Prêles im Berner Jura vor. Doch das lehnte der Grosse Rat im März ab. Die Polizei- und Militärdirektion (Pom) musste sich daher nach anderen Standorten umsehen.

«Konkrete und lösungsorientierte Verhandlungen erfolgten schliesslich mit der Stadt Biel und den Gemeinden Aarwangen und Gampelen», wie die Pom weiter schreibt. Jede dieser drei Gemeinden verfüge bereits heute über eine Kollektivunterkunft, die zur Unterbringung von Asylsuchenden und auch von rückkehrpflichtigen Personen genutzt werde. Nächstes Jahr, spätestens im Sommer, sollen diese gemischten Zentren in reine Rückkehrzentren umgewandelt werden.

Wer die Rückkehrzentren dereinst betreiben wird, ist noch offen. Die Betreuung und Unterbringungen der abgewiesenen Asylsuchenden wird derzeit öffentlich ausgeschrieben. Der Zuschlag wird voraussichtlich im Dezember 2019 erfolgen und dann kommuniziert werden.

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