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Rückhalt für den Könizer Sparkurs – ganz ohne Applaus

Das Könizer Parlament stellt sich hinter den harten Sparkurs des Gemeinderats. Aber jubeln mag es angesichts der eingeleiteten Schritte nicht.

Seit Monaten arbeitet die Gemeinde Köniz an einem griffigen Programm zur Gesundung der angeschlagenen Finanzen. Am Sonntagabend präsentierte die Könizer Regierung dem Parlament einen Zwischenstand und rechnete vor, wie Erfolg versprechend der eingeschlagene Weg werden dürfte. Sie spricht von in eigener Kompetenz beschlossenem Leistungsabbau von 1,3 Millionen Franken, von der substanziellen Drosselung der Investitionen und von Effizienzsteigerungen mit einer Entlastungswirkung von 1,1 Millionen. Aufgebessert werden soll die Finanzlage auch durch Mehreinnahmen von 3,4 Millionen.

Einige seiner Sparabsichten hat der Gemeinderat nach heftigem Protest bereits wieder verworfen. So lässt er die Schliessung von drei der vier Gemeindebibliotheken wieder fallen. Nicht übereilen will er zudem die Schliessung der Speziellen Sekundarklassen am Gymnasium Lerbermatt: Das Parlament wird sich dazu 2012 äussern dürfen. Auch die Frage, ob und wie sehr die Arbeitszeit der Gemeindeangestellten reduziert werden soll, wird noch dem Parlament vorgelegt. Trotz dieser und anderer offenen Fragen sieht der Finanzplan nicht mehr gar so düster aus wie noch vor Jahresfrist. Werden alle einzelnen Massnahmen auf den frühestmöglichen Zeitpunkt hin umgesetzt, beträgt das prognostizierte Defizit für 2012 noch 3,2 Millionen Franken, für 2013 noch 1,7 Millionen. Ohne Eingriffe läge es bei 5,6 (2012) respektive bei 6,0 Millionen (2013).

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