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Richtig abstimmen, aber wie?

Ja oder Nein??Auch begnadete Stimmberechtigte dürften sich bei einigen Abstimmungsfragen vom 13. Februar (kurz) am Kopf kratzen. Deshalb gibt es hier eine kurze Handreichung.

Abstimmen ist nicht kinderleicht: Komplizierte Fragestellungen und Formulierungen sorgen für Verwirrung. (Valérie Chételat).
Abstimmen ist nicht kinderleicht: Komplizierte Fragestellungen und Formulierungen sorgen für Verwirrung. (Valérie Chételat).

«Wollen Sie den Grossratsbeschluss betreffend Stellungnahme des Kantons Bern zum Rahmenbewilligungsgesuch für den Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg annehmen?» So lautet die Frage, die auf dem Stimmzettel für die kantonale Volksabstimmung vom 13. Februar 2011 steht. Hmmmm.

Die Fragen, über die abgestimmt wird, sind nicht immer einfach formuliert beziehungsweise zu verstehen. Die Mühleberg-Frage ist ein Beispiel dafür. Sie handelt von einem Grossratsbeschluss, von einer Stellungnahme, von einem Rahmenbewilligungsgesuch und schliesslich vom Kernkraftwerk – sie erinnert an eine Gleichung mit drei Unbekannten. Die meisten wissen instinktiv, ob sie für oder gegen Atomkraft sind. Aber angesichts der Fragestellung und im Wissen um das Problem der doppelten Negation fragen sich einige Stimmbürger vermutlich schon, ob ihr Ja oder ihr Nein die gewünschte Wirkung erzielt. Denn je nach Fragestellung kann eine Antwort auch so lauten: Nein, ich bin dafür.

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