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Reto Nause will für die CVP Stapi werden

Nach dem «Sommertheater» in Bern lanciert die Mitte-Liste von GLP, BDP, EVP und CVP ihren Wahlkampf.

Reto Nause kandidiert für die CVP.
Reto Nause kandidiert für die CVP.
Manu Friederich
Alec von Graffenried tritt nun definitiv für die GFL an.
Alec von Graffenried tritt nun definitiv für die GFL an.
Adrian Moser
Nicht nur Erich Hess, sondern auch Stadtberner SVP-Präsident Rudolf Friedli kandidiert.
Nicht nur Erich Hess, sondern auch Stadtberner SVP-Präsident Rudolf Friedli kandidiert.
Manu Friederich
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Der Stadtberner CVP-Gemeinderat Reto Nause kandidiert bei den Wahlen im Herbst für das Amt des Stadtpräsidenten. Nauses Ankündigung kommt nicht unerwartet, haben doch auch die übrigen Gemeinderatsmitglieder bereits entsprechende Ambitionen angemeldet.

Der Kampf um die Nachfolge von SP-Stadtpräsident Alexander Tschäppät wird - soviel kann man heute schon sagen - kaum im ersten Wahlgang entschieden. Nebst allen zur Wiederwahl antretenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten schicken die Bündnisse und Parteien teilweise ganze Auswahlsendungen ins «Stapi«-Rennen.

Das rechte Wahlbündnis sei zerbrochen, das linke beinahe, sagte BDP-Grossrätin Vania Kohli vom Mitte-Bündnis am Montag vor den Medien in Bern. Ins Auge stechen würden vorab die Querelen rechts und links der Mitte. Ausdruck dieser Zersplitterung sei die Kandidatenflut fürs Stadtpräsidium.

«Allenthalben konkurrenzieren sich die sogenannten Bündnispartner gleich mehrfach gegenseitig», betonte Kohli. Das Mitte-Bündnis mit CVP, BDP, GLP und EVP habe sich demgegenüber auf eine einzige Stadtpräsidiumskandidatur mit dem amtierenden Vizestadtpräsident Reto Nause geeinigt.

Für das Mitte-Bündnis gelte das Motto «eine Allianz - eine Stapi-Kandidatur», sagte Nause. Ausserdem sei es «sicher ein Plus, wenn man nicht aus dem Stand das Amt des Stadtpräsidenten anstrebt, sondern die Funktionsweise der Stadtregierung kennt».

Nause gehört der Berner Stadtregierung seit acht Jahren an und steht der Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie vor. Seit vier Jahren ist er Vizestadtpräsident.

Die Breite der Themenfelder, die ihn bisher beschäftigten, kämen ihm sicher als Stadtpräsident zu Gute, führte Nause aus.

Für das Stadtpräsidium kandidieren vom Rot Grün Mitte-Bündnis die beiden amtierenden Gemeinderätinnen Ursula Wyss (SP) und Franziska Teuscher (Grünes Bündnis) sowie alt Nationalrat Alec von Graffenried (GFL).

Für die Freisinnigen tritt Gemeinderat Alexandre Schmidt an. Die SVP, die allein zu den Wahlen antritt, will ebenfalls drei Kandidaturen für die Tschäppät-Nachfolge stellen, und zwar Nationalrat Erich Hess, Parteipräsident Rudolf Friedli und Daniel Lehmann. Definitiv entscheidet die Parteiversammlung Ende August.

Zwei Sitze in der Stadtregierung

Bei den Gemeinderatswahlen will das Mitte-Bündnis mit CVP, BDP, GLP und EVP den Sitz von Reto Nause sichern und einen weiteren dazugewinnen, wie Kohli ausführte.

Das Bündnis setzt auf ein Fünferticket mit Reto Nause, Grossrätin Vania Kohli (BDP), Stadträtin Melanie Mettler (glp) Stadtrat Matthias Stürmer (EVP) und dem Präsidenten der Jungen Grünliberalen, Maurice Lindgren.

Inhaltliche Schwerpunkte setzt die Mitte-Liste unter anderem bei der Energiewende, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs, der Weiterentwicklung des Gutscheinsystems für die familienexterne Kinderbetreuung und dem forcierten Wohnungsbau.

SDA/msl

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