Rehhag-Grube bereit für die Aufschüttung

Die Rehhag-Grube in Bümpliz kann aufgefüllt und danach renaturiert werden.

Rehag-Grube bei Bümpliz.<p class='credit'>(Bild: Raphael Moser)</p>

Rehag-Grube bei Bümpliz.

(Bild: Raphael Moser)

Die Stimmberechtigten der Stadt Bern haben am Wochenende die Zonenplan-Änderung des Rehag-Areals in der Stadt Bern mit 59 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen.

17'672 Stimmende legten ein Ja in die Urne, 12'185 lehnten die Vorlage ab. Die Stimmbeteiligung betrug 38,5 Prozent, wie die Stadt Bern mitteilte. Die Tongrube der ehemaligen Ziegelei soll mit sauberem Aushub und Bauschutt aufgefüllt werden. Anschliessend soll auf dem Areal ein Naturschutzgebiet entstehen.

SP, einige kleine Linksparteien und Naturschützer lehnten die Vorlage ab. Die Grube beheimate einen einzigartigen Lebensraum und biete ein Refugium für zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen. Die Planung müsse den Erhalt der Biodiversität in den Mittelpunkt stellen.

Die Befürworter der Vorlage entgegneten, eine Deponie für Bauabfälle in Stadtnähe vermeide lange Transportwege. Langfristig entstehe ein neues Erholungsgebiet mit einem Biotop von höchster Qualität.

«Verantwortung übernehmen»

Stadtpräsident Alec von Graffenried freute sich über das Ja: «Damit kann die Stadt Bern ihre Verantwortung bei der Entsorgung von Bauabfällen wahrnehmen», sagte er am Sonntag vor den Medien. Die Stadt werde dafür sorgen, dass der entstandene Lebensraum als Naturschutzgebiet langfristig gesichert werde.

So solle das Gebiet nach der Auffüllung als Schutzgebiet neu gestaltet, durch die Stadt gepflegt und in die definitive Liste der Amphibien-Laichgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen werden.

Ernüchtert reagierten die Gegner der Vorlage. Die Rehhag-Grube stehe vor einer ungewissen Zukunft, befand etwa die SP. So sei offen, ob es überhaupt genügend Inertstoffe gebe, um die Grube innerhalb der gesetzten Frist aufzufüllen. Die SP werde sich für eine wirksame Kontrolle des Aushub-Materials einsetzen.

crt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt