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Regierungsrat hält an Jugendrichtermodell fest

Der Regierungsrat hält vor der zweiten Lesung der Justizreform im Grossen Rat am Jugendrichtermodell fest, obwohl das Kantonsparlament in der ersten eine Abkehr forderte.

Wenn der Kanton Bern das Jugendrichtermodell behalte, werde dies die Schaffung eines gemeinsamen interjurassischen Jugendgerichts ermöglichen, heisst es in einer Mitteilung der Kantonsverwaltung vom Mittwoch. Auch der Kanton Jura bevorzuge nämlich dieses Modell.

Ausserdem habe es sich bewährt und sei menschenrechtskonform. Zwei Modelle im Kanton Bern lehnt der Regierungsrat ab.

Im Jugendrichtermodell ist der Richter für die Untersuchung einer von einem Jugendlichen begangenen Straftat zuständig wie auch für Urteil und Vollzug. Beim Jugendanwaltschaftsmodell ist dieser für die Untersuchung zuständig, ein Richter fällt dann das Urteil.

Eine Mehrheit des Grossen Rats war in der ersten Lesung von Anfang April der Meinung, wie im Erwachsenenrecht müsse nun auch im Jugendrecht die Trennung von Untersuchung und Prozess erfolgen. Die Vertreter des Berner Juras wollten aber beim Jugendrichtermodell bleiben. Es gilt in der ganzen Westschweiz.

SDA/bs

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