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Räume für eine zentrale Bibliothek gesucht

Der Gemeinderat muss die Zusammenlegung der Bibliotheken in Zollikofen prüfen. Das verlangt das Parlament.

Der Gemeinderat solle einen Vorschlag für eine zentrale Bibliothek für alle in Zollikofen vorlegen. Das verlangte Parlamentsmitglied Peter Bähler (svp) gestern Abend in einer Motion. Die Gemeindebibliothek befindet sich beim Ziegeleimärit und wird von den Kornhausbibliotheken betrieben. Im Türmlischulhaus ist eine Schulbibliothek eingerichtet. «Es handelt sich nicht um eine Sparvorlage», betonte Bähler. Synergien sollten für ein vielfältigeres Angebot und längere Öffnungszeiten genutzt werden. Eine zentrale Bibliothek könne als Begegnungsort der Generationen dienen. Beide Bibliotheken zusammen kosteten 220 000 Franken jährlich.

Gemeinderat fürchtet Kosten

Der Gemeinderat stellte sich vor allem aus Kostengründen gegen den Vorstoss, grundsätzlich hätte er nichts gegen einen gemeinsamen Standort einzuwenden: «In der Tat wäre eine Zusammenlegung eine ideale Lösung, doch würde dies einen zu hohen finanziellen Aufwand nach sich ziehen.» Es sei nämlich wegen der verlangten erweiterten Öffnungszeiten und der Zusammenlegung «ganz klar mit erheblichen zusätzlichen Investitionen» für den Raum und mit Mehrausgaben für das Personal zu rechnen. Zudem fehle eine Lokalität, «welche den Anforderungen an eine zentrale Bibliothek für alle entsprechen würde». Der Traum sei zwar verlockend, aber es gebe weit und breit keine geeigneten Räumlichkeiten, sagte Johanna Thomann (fdp). Heidi Pfyl (cvp) war gegen eine Zusammenlegung. «Eine Schulbibliothek gehört auf ein Schulareal.» Eine klare Mehrheit fand die Vision einer zentralen Bibliothek sympathisch. Der Vorstoss wurde mit einer klaren Mehrheit als Postulat überwiesen. Das heisst, der Gemeinderat wird die Zusammenlegung näher prüfen müssen. «Knacknuss ist es, geeignete Räume zu finden», sagte Bähler dazu. Das Projekt habe aber viel Potenzial und darum eine Chance verdient.

Schulfassade mit Rissen

Die Sekundarschule Zollikofen ist ein Betonbau aus dem Jahr 1963. Die Fassaden weisen Schäden zum Beispiel in Form von Rissen oder Abplatzungen auf. Für die Sanierung des Betons bewilligte das Gemeindeparlament einen Kredit von 450 000 Franken. Zum Teil werden die Schwachstellen mit Blechen abgedeckt. Zudem genehmigte der Grosse Gemeinderat einen Kredit für die Sanierung des Kilchbergerwegs von insgesamt 1,3 Millionen Franken. Am Kilchbergerweg gab es in den letzten Jahren mehrere Wasserleitungsbrüche.

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