Publibike-System quasi lahmgelegt

In der Nacht vom Freitag auf den Samstag wurden vom Veloverleih Publibike soviele Fahrzeuge entwendet, dass das System fast nicht mehr nutzbar ist.

Beliebt bei Alt und vor allem Jung: Ein Velo von Publibike.

Beliebt bei Alt und vor allem Jung: Ein Velo von Publibike.

(Bild: Adrian Moser)

Spätestens zu Beginn der vergangenen Woche wusste ganz Bern, was sich zuvor auf der Strasse rumgesprochen hatte – vor allem bei Jugendlichen: Die Velos des Verleihsystems Publibike lassen sich mit minimalster Gewaltanwendung kinderleicht entriegeln, ohne die App zu benutzen und ohne das Schloss oder das Velo zu beschädigen.

Eine knappe Woche und viele Medienberichte später ist klar: Es gibt kein Halten mehr. Nachdem die Zahl der verfügbaren Fahrräder schon unter der Woche stetig gesunken war, war das Publibike-System am Samstagmittag quasi lahmgelegt.

So waren kurz nach 14 Uhr von ursprünglich insgesamt knapp 700 noch ganze 150 Fahrräder als verfügbar registriert – bei 67 Stationen auf Stadtgebiet also im Schnitt noch gut zwei.

An 50 Stationen standen drei oder weniger Fahrräder, 30 Stationen waren sogar ganz leer. Am meisten Fahrräder hat es ausserhalb des Zentrums, etwa am Guisanplatz oder an der Mingerstrasse.

Geht der Run auf die Velos so weiter, dürften die Publibike-Mitarbeiter also noch einiges zu tun haben mit dem Einsammeln der Velos. Publibike will die Schlösser nachrüsten, wie es hiess. Allerdings dauere es noch bis im September, bis alle die Velos geflickt seien.

Wie die «Berner Zeitung» am Samstag schreibt, zählt Publibike auch auf die Mitarbeit der Berner und Bernerinnen: Über die Mail-Adresse velo@publibike-service.ch können vermutet herrenlose Velos gemeldet werden.

Es sind längst nicht mehr wie zu Beginn 700 Publibikes an den Stationen verfügbar. Obwohl immer wieder gefundene Velos an die Stationen zurückgestellt werden, sinkt die Zahl. Wie viele es genau sind, zeigt diese Live-Grafik. (Grafik: Christian Zellweger)

zec

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