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Prozess nach Überfall auf Valiant-Bankfiliale wieder aufgenommen

Seit Montag stehen in Bern erneut zwei Männer vor Gericht, die im Januar 2008 eine Valiant-Bankfiliale überfallen haben sollen. Der Prozess war im vergangenen Februar unterbrochen worden, weil ein im Ausland lebender Zeuge nicht erschienen war.

Diese Bank haben zwei Männer Anfang 2008 überfallen. Nun stehen sie vor Gericht.
Diese Bank haben zwei Männer Anfang 2008 überfallen. Nun stehen sie vor Gericht.
Jürg Spori

Auch bei der Wiederaufnahme des Prozesses am Montag erschien der Zeuge nicht. Er habe dem Gericht schriftlich mitgeteilt, dass er nicht komme, gab der Gerichtspräsident zu Beginn der Verhandlung bekannt.

In deren weiterem Verlauf stellten die Verteidiger der beiden Angeschuldigten neue Beweisanträge. Das Gericht müsse Akten eines ähnlich gelagerten Falls vom letzten Winter prüfen. Dabei gehe es um einen Überfall einer Valiant-Bank in Köniz.

Zwischen dem vorliegenden Banküberfall im Jahr 2008 und jenem in Köniz bestünden nämlich gewisse Parallelen, die genauer überprüft werden müssten. Das Gericht lehnte das Begehren der Verteidigung mit Verweis auf die geheimen Voruntersuchungen im Fall Köniz indessen ab.

Überfall im Breitenrainquartier

Am 25. Januar 2008 hatte ein Unbekannter einen bewaffneten Raubüberfall auf die Valiant-Filiale im Berner Breitenrainquartier verübt. Angeschuldigt sind ein 24-jähriger Mann mit kosovarischen Wurzeln sowie sein Bruder, der ihm beim Überfall geholfen haben soll.

Bei den Gerichtsverhandlungen im vergangenen Februar beteuerte der Hauptangeklagte, er habe nichts mit dem Banküberfall zu tun. Dass er am Tag des Überfalls zu Geld gekommen war und grössere Zahlungen leistete, erklärte er mit einem Darlehen von 148'000 Franken, das ihm ein Verwandter gewährt habe.

Mit dem geliehenen Geld hätte die Übernahme und der Betrieb eines Clublokals in der Berner Innenstadt finanziert werden sollen. Das Gericht fällt sein Urteil voraussichtlich am kommenden Donnerstag.

(SDA)

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