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Protest gegen die Schwulen-Jagd in Tschetschenien

Gegen 200 Personen haben in Bern gegen die Verhaftungen, Folterungen und Morde an Schwulen in der Kaukausrepublik demonstriert.

Die Protestaktion am Donnerstag auf dem Berner Waisenhausplatz.
Die Protestaktion am Donnerstag auf dem Berner Waisenhausplatz.
zvg

Zur Kundgebung auf dem Waisenhausplatz am Gründonnerstag wurde von verschiedenen Organisationen und Parteien aufgerufen - unterstützt wurde sie unter anderem von der der Milchjugend Schweiz, der Deutschschweizer Jugendorganisation für LGBT (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transmenschen) sowie von Vertretern von SP und BDP.

Männer, von denen angenommen wird, dass sie schwul sind, würden in Tschetschenien in jüngster Zeit im Rahmen einer staatlich koordinierten Kampagne entführt, gefoltert und sogar umgebracht. Der Bundesrat stehe deshalb innen- und aussenpolitisch in der Verantwortung, hiess es an der Kundgebung. Er müsse sich auf internationaler Ebene für die sofortige Beendigung der staatlichen Verfolgung einsetzen und Tschetschenien die humanitäre Aufnahme der inhaftierten Männer in der Schweiz anbieten.

«Wer Geld von Diktaturen und Menschenschlächtern annehmen kann, muss auch die Grösse haben, verfolgte Schwule aufzunehmen», wird SP-Nationalrat Cédric Wermuth in einer Mitteilung der Organisatoren zitiert.

Laut Berichten russischer Online-Medien waren Anfang April in der Kaukasusrepublik Tschetschenien mehr als hundert Männer im Zusammenhang mit ihrer homosexuellen Orientierung festgenommen worden. Mindestens drei der Männer seien bei der landesweiten Verhaftungswelle gestorben. Von offizieller Seite werden nicht nur die Festnahmen, sondern auch die Existenz Homosexueller in Tschetschenien dementiert.

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