Problemfans besuchen Berner Wankdorf-Stadion

Der Fussballclub Dinamo Zagreb ist bekannt für seine rechten Ultras. Am Mittwoch spielt der Club gegen YB um den Einzug in die Champions League.

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Die Zagreber «Bad Blue Boys» in Aktion. (Archiv)

(Bild: Keystone)

Pyros im Stadion, rassistische Sprüche, Gewalt: Die Fans des kroatischen Fussballclubs Dinamo Zagreb haben einen schlechten Ruf. Vor allem die gewaltbereite Ultra-Gruppierung «Bad Blue Boys» sorgte in der Vergangenheit für Negativschlagzeilen.

Zuletzt hat am Freitag die Uefa ein Verfahren gegen den Fussballclub eröffnet wegen «unsittlichen Verhaltens» seiner Fans. Dies berichtete das Onlineportal Nau.ch am Sonntag. Im Fokus der Untersuchung stehen das Abfackeln von Pyros der Dinamo-Fans sowie ein Vorfall um einen blockierten Fluchtweg.

Am Mittwoch trifft der Club in Bern auf YB. Beim Hinspiel geht es um den Einzug in die Champions League. Bei der Berner Sicherheitsdirektion geht man aber nicht davon aus, dass es brenzlig wird. «Wir gehen aktuell von einem friedlichen Spiel aus», so Mediensprecherin Lea Zürcher auf Anfrage. Laut der Berner Kantonspolizei wurde den Fans im Vorfeld mitgeteilt, dass Fanmärsche in der Stadt Bern grundsätzlich nicht gestattet seien. «Sollten Fans die Konfrontation aktiv suchen, werden wir sie trennen», so Polizeisprecher Christoph Gnägi.

Für Aufsehen sorgten die Dinamo-Ultras, als sie vor zwei Jahren bei einem Fussballspiel Kroatien gegen Tschechien in St. Etienne Pyros auf den Platz warfen. Sie protestierten damit gegen ehemaligen Dinamo-Zagreb-Präsident Zdravko Mamic. Dieser soll bei Transferleistungen rund 20 Millionen Franken abgezweigt haben. Dafür verurteilte ihn ein kroatisches Gericht vor kurzem zu sechseinhalb Jahren Gefängnis.

Für die Aktion gegen ihren eigenen Verband schlossen sich die Ultras von Zagreb sogar mit ihren Erzfeinden, den Torcida-Ultras von Hajduk Split zusammen. Das Spiel wurde um ein Haar abgebrochen. Die Uefa verhängte daraufhin eine Strafe von 100'000 Euro – auf Bewährung.

ama

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