Pro Nachtleben Bern und BuCK planen die Hochzeit

Um künftig die Interessen der Berner Nachtschwärmer besser zu vertreten, führen die beiden Vereine Gespräche über einen Zusammenschluss.

Remo Sägesser und Adrian Iten sind überzeugt: Gemeinsam können die beiden Verbände mehr für die Nachtschwärmer erreichen.<p class='credit'>(Bild: Franziska Scheidegger/Adrian Moser)</p>

Remo Sägesser und Adrian Iten sind überzeugt: Gemeinsam können die beiden Verbände mehr für die Nachtschwärmer erreichen.

(Bild: Franziska Scheidegger/Adrian Moser)

Sophie Reinhardt@sophiereinhardt

Sie lobbyieren beide für ein attraktives Berner Nachtleben, die Bar- und Clubkommission (Buck) und der Verein Pro Nachtleben Bern. In Zukunft werden sie das wohl gemeinsam tun. «Wir führen Gespräche über einen Zusammenschluss», sagt Remo Sägesser, Präsident des Vereins Pro Nachtleben Bern. «Es macht Sinn, unsere Kräfte zu bündeln, weil wir eigentlich sowieso am selben Strang ziehen.» Durch die Fusion solle der Verein «schlagfertiger» werden.

Man habe mit dem Verein Pro Nachtleben bereits einiges bewirken können, doch in Sachen Flexibilisierung der Öffnungszeiten, Lärmzonenkonzept sowie Beschleunigung der Bewilligungsverfahren habe man noch Arbeit vor sich. Das glaubt auch Adrian Iten, Präsident der Bar- und Clubkommission. «Sind wir mit den politischen Mitgliedern von Pro Nachtleben vereint, können wir auf dem politischen Parkett mehr erreichen.» Denn künftig gehe es nicht mehr nur um konzeptuelle Arbeit, sondern auch darum, auf Gesetzesebene etwas zu verändern.

So habe etwa die Zwischennutzung durch die Löscher-Bar in der alten Feuerwehrkaserne Viktoria gezeigt, wie langwierig ein Bewilligungsverfahren sei. «Da braucht es eine Gesetzesänderung, was mit einem grossen Verein im Rücken einfacher zu erreichen ist», sagt Iten.

In drei Monaten soll es so weit sein

Nun gehe es darum, die beiden Verbände juristisch zusammenzuführen. Iten glaubt, dass dies bis in drei Monaten möglich sei.

Der Berner Gemeinderat Reto Nause (CVP) arbeitete in der Vergangenheit eng mit beiden Organisationen zusammen, etwa beim Erstellen des Konzepts Nachtleben. Mit der Heirat der Vereine ändert sich für ihn wenig an der Zusammenarbeit: «Es vereinfacht allenfalls die Kommunikation für uns etwas», so Nause.

Er rechnet damit, dass er auch künftig mit der neuen Organisation zu tun hat, denn: «Die Nachtleben-Situation sorgt immer für Diskussionsstoff», so Nause. Besonders die jetzige Rechtslage, die einzelnen Personen und ihren Einsprachen viel Gewicht verleihe, berge ein stetiges Konfliktpotenzial.

DerBund.ch/Newsnet

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