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Präsenz Schweiz und Berner FDP brauchen neuen Chef

Johannes Matyassy übernimmt Botschafterposten im Ausland.

Er werfe nicht die Flinte ins Korn, sondern erfülle sich einen lange gehegten Traum, sagt Johannes Matyassy. (Adrian Moser)
Er werfe nicht die Flinte ins Korn, sondern erfülle sich einen lange gehegten Traum, sagt Johannes Matyassy. (Adrian Moser)

Seiner Berner FDP wird bei den kantonalen Wahlen am kommenden Wochenende eine Niederlage vorhergesagt. Und bei seiner Arbeitgeberin, der Image-Agentur des Bundes, Präsenz Schweiz, setzt das Parlament immer wieder den Rotstift an. Da liegt die Vermutung nahe, Johannes Matyassy verlasse mit seinem Wegzug ins Ausland das sinkende Schiff. Doch der 52-Jährige wehrt ab: Er habe keine Angst vor einer Wahlniederlage und hätte sich in jedem Fall weiter als Präsident der FDP Kanton Bern zur Verfügung gestellt. Auch bei Präsenz Schweiz habe er in den neun Jahren seit der Gründung manchen Sturm überstanden. «Ich bin stolz über das, was wir erreicht haben», sagt Matyassy. Er werfe keinesfalls die Flinte ins Korn, sondern erfülle sich mit der beruflichen Veränderung einen lange gehegten Traum.

Im Range eines Botschafters leitet Matyassy seit 2001 die Bundesagentur Präsenz Schweiz und kümmert sich damit um das Image der Schweiz im Ausland. Schon seit Längerem bemüht er sich um einen Botschafterposten im Ausland. Dieses Jahr hat es nun geklappt. Der Bundesrat hat ihn zum Missionschef einer Schweizer Botschaft ernannt, wie die FDP gestern mitteilte. In welchem Land Matyassy zum Einsatz kommt, wird erst bekannt gegeben, wenn dieses sein Einverständnis erklärt hat. Seine neue Stelle wird Matyassy Ende Jahr oder Anfang 2011 antreten.

Als Präsident der FDP Kanton Bern tritt Matyassy bereits auf die kommende Delegiertenversammlung vom 5. Mai hin zurück. Vor sechs Jahren hatte er das Amt von Rolf Portmann übernommen. Der Quereinsteiger konnte damals keine Erfahrungen in der Kantonspolitik vorweisen. Es gelang ihm jedoch, die FDP als eigenständige Kraft neben der grossen SVP zu positionieren. Verluste bei den Wahlen konnte er damit jedoch nicht verhindern.

Johannes Matyassy hat in Bern Volkswirtschaft studiert und war danach in verschiedenen Funktionen beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten tätig – unter anderem als Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in Argentinien. In seiner politischen Karriere war Matyassy persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Jean-Pascal Delamuraz, Generalsekretär der FDP Schweiz und Gemeindeparlamentarier von Muri.

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