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Prämien: Deutlicher Anstieg wegen Aufstockung der Reserven

Die bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) bezeichnet die erneute starke Prämiensteigerung im Kanton Bern als besorgniserregend.

Hier liegt die Prämienerhöhung für 2011 mit durchschnittlich 8,6 Prozent über dem Schweizer Mittel von 6,5 Prozent.

Der weitaus grössere Teil des Prämienanstiegs sei allerdings auf die Anpassung der gesetzlichen kalkulatorischen Reserven der Krankenversicherer zurückzuführen, teilte die GEF am Freitag mit. Somit sei wie im vergangenen Jahr der Anstieg nicht auf eine überdurchschnittliche Zunahme der Kosten zurückzuführen. Für 2010 waren die Prämien der Grundversicherung um 11,5 Prozent gestiegen.

Die GEF weist darauf hin, dass die Krankenversicherer bei den Kosten pro Versicherten zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für Berner Patienten mit einer Zunahme von 2,7 Prozent rechnen. Damit fallen die Prognosen deutlich tiefer aus als im schweizerischen Durchschnitt von 3,7 Prozent.

Dies zeige, dass die vom Kanton Bern in den letzten Jahren ergriffenen Massnahmen langsam aber nachhaltig positive Auswirkungen im Sinne einer besseren Kosteneindämmung erzielten. Zu den wichtigen Massnahmen zählt die GEF etwa die Bildung von Regionalen Spitalzentren, den Übergang zu einer Leistungsabgeltung und die Umwandlung von kleineren Standorten in Gesundheitszentren.

Dies alles ändere allerdings nichts daran, dass die Restrukturierungen weitergehen müssen, schreibt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion. Denn die Entwicklung der Prämien sollte der prognostizierten Entwicklung des Kostenanteils der Krankenversicherer folgen.

Damit liesse sich im Kanton Bern für das Jahr 2011 lediglich eine Prämienerhöhung von durchschnittlich 2,7 Prozent rechtfertigen. Die Ursache des bedeutend höher ausfallenden Prämienanstiegs sei somit in der Aufstockung der gesetzlichen kalkulatorischen Reserven zu suchen. Dies als Folge von in früheren Jahren zu tief angesetzten - und vom BAG genehmigten - Prämien.

(SDA)

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