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«Police Bern ist für die Stadt unbefriedigend»

Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) wäre es lieber, wenn der Kanton gleich auch die politische Verantwortung für die Kantonspolizei übernehmen würde. Die Aufsplittung der Verantwortlichkeiten habe sich nicht bewährt.

Kritisiert Police Bern heftig: Alexander Tschäppät.
Kritisiert Police Bern heftig: Alexander Tschäppät.
Valérie Chételat

Herr Tschäppät, Sie haben sich einst vehement gegen die Einführung von Police Bern gewehrt. Wie stehen Sie heute zur Einheitspolizei? Die Kantonalisierung der Polizei ist für die Stadt unbefriedigend, weil die Distanz zwischen der Bevölkerung und der Polizei grösser geworden ist. Die Quartierposten wurden geschlossen, die Polizei wird als anonymer empfunden. Zudem ist die Aufsplittung der Zuständigkeiten in strategisch-politische und operative Verantwortung nicht ideal. Bei grossen Kundgebungen ist der Gemeinderat politisch verantwortlich, aber bei der Gefahrenanalyse im Vorfeld auf die Polizei angewiesen. Dasselbe gilt im Übrigen auch für Fussballspiele. Zum Glück sind wir noch nie zu einer anderen Einschätzung gekommen als die Polizei.

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