Zum Hauptinhalt springen

Plastik-Attacke im Ryfflihof

Eine weltweite Bewegung kämpft gegen unnötige Plastikverpackungen. Ein bisschen auch in Bern.

Für Plastik-Kritiker ein Bild des Grauens.
Für Plastik-Kritiker ein Bild des Grauens.
zvg

Offiziell heisst das Ding Warentrenner – und genau das macht er auch: Er trennt die Ware, welche die verschiedenen Kunden an der Supermarktkasse aufs Förderband legen. Meistens wirbt er auch noch für irgendetwas, ein neues Produkt oder eine Grill-Aktion. Normalerweise ist er aus Plastik. Nicht jedoch in der Coop-Filiale Ryfflihof in der Berner Aarbergergasse. Dort trennt unlackiertes Holz die Apfelschorle nachhaltig vom Wochenendeinkauf der Grossfamilie. Dieser hier wirbt für die hauseigene Bio-Marke Naturaplan. Sofort denkt man an glückliche Kühe, saftige Wiesen, ehrliche Bauerngesichter.

***

Vor der Wand mit den Inseraten ist eine kleine Gruppe junger Menschen gerade dabei, ihre gekauften Zucchetti, Peperoni und Kirschen wieder auszupacken. Übrig bleiben zwei Einkaufskörbe voll mit Plastikmüll. Davon machen die jungen Menschen nun Fotos. Man wolle mit dieser Aktion auf das «Plastikproblem» aufmerksam machen, gibt eine junge Frau dankbar Auskunft. Sie trägt ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift «Plastic Attack» und ist Teil einer weltweiten Bewegung. Auch in Lausanne, Basel und Zürich hätten heute solche Attacken stattgefunden. Die Plastik-Kritiker möchten damit die Grossverteiler animieren, künftig nicht mehr jede Peperoni und jede Banane in Plastik einzuschweissen.

***

Ursprünglich stammt die Bewegung aus England. Von dort aus breitete sie sich, befeuert von den sozialen Medien, weltweit aus. Doch in der Schweiz scheint sich die Empörung über unnötigen Plastikverpackungen noch in Grenzen zu halten. Vielleicht liegt das daran, dass die Schweiz nicht am Meer liegt, wo bekanntlich das Plastik landet, welches nicht verbrannt und in die Atmosphäre geschleudert wird.

***

In dem von den «Attackers» zurückgelassenen Plastikmüll waren die Naturaplan-Produkte übrigens besonders gut vertreten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch