Pfahlbauten könnten dem Projekt AGGLOlac im Weg stehen

Auf dem Areal am Bielersee, wo das Projekt AGGLOlac Platz entstehen soll, haben Archäologen ihre Sondiergrabungen zur Erkundung des Untergrunds abgeschlossen.

Foto: Hier soll das dem Projekt AGGLOlac entstehen, das zweitausend Menschen Wohnraum bietet. (zvg)

Foto: Hier soll das dem Projekt AGGLOlac entstehen, das zweitausend Menschen Wohnraum bietet. (zvg)

Die Grabungen bestätigen, dass schon Pfahlbauer auf dem Areal angesiedelt waren, wo die Stadt Biel und Nidau das Projekt AGGLOlac planen, das dereinst Platz für 2000 Bewohner bieten soll.

Auch Reste aus dem Mittelalter förderten die Sondierbohrungen zutage, wie die kantonale Erziehungsdirektion am Dienstag mitteilte. Laut Daniel Gutscher, dem Leiter des Archäologischen Diensts des Kantons Bern, wurden mit einem Bagger 60 Sondierschlitze in den Boden gegraben.

Zum Vorschein seien beispielsweise Reste von Pfählen gekommen, die eine Besiedelung schon im Jahr 3800 vor Christus belegten, sagte Gutscher auf Anfrage. Die Sondierungen wurden zur Vertiefung der bereits vorhandenen Kenntnisse über die Geschichte des Areals zwischen Bieler Strandbad und Schloss Nidau vorgenommen.

Bauentscheid im Spätherbst

Der archäologische Dienst des Kantons Bern wird nun in den nächsten Monaten einen detaillierten Bericht erstellen. Laut Gutscher wird dieser Bericht anschliessend durch Analysen von Geologen, Hydrologen und Ingenieuren ergänzt. Zudem will der archäologische Dienst die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EDK) mit einem Gutachten beauftragen.

Gestützt auf diese «Auslegeordnung», so Gutscher, soll im Spätherbst klar werden, unter welchen Bedingungen auf dem Areal gebaut werden kann.

Nidau und Biel als Grundeigentümerinnen des Areals möchten den Bau des neuen Quartiers einem privaten Investoren überlassen. Dafür suchen sie derzeit einen Partner. Den beiden Städten schwebt ein von Kanälen durchzogenes, modernes Quartier vor - eine Vision, die auch schon als «Klein-Venedig» bezeichnet worden ist.

Die beiden Lokalparlamente von Biel und Nidau bewilligten im vergangenen Jahr und im Jahr 2009 Gelder für Machbarkeitsstudien.

dam/sda

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