Palästinenser demonstrieren in Bern gegen Trump-Entscheid

Die US-Botschaft in Israel soll nicht nach Jerusalem ziehen. Dies forderten mehrere 100 Menschen am Samstag in Bern.

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Schätzungsweise 350 Menschen haben am Samstag in Bern gegen den Entscheid der US-Regierung protestiert, ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Die Kundgebung verlief friedlich.

Auf Transparenten forderten die Teilnehmer die Durchsetzung des Internationalen Völkerrechts. Es dürfe nicht das Recht des Stärkeren gelten. In einer Medienmitteilung nach Ende der Kundgebung rufen die Organisatoren den Bundesrat auf, Palästina offiziell als Staat anzuerkennen.

Organisiert wurde die Kundgebung von mehreren Palästinenservereinigungen, insbesondere aus der Region Bern, und der Gesellschaft Schweiz-Palästina. Sie war nach Angaben der Organisatoren bewilligt.

Die Regierung der USA hatte Anfang Dezember bekanntgegeben, sie werde Jerusalem entgegen internationaler Gepflogenheiten als Hauptstadt Israels anerkennen. Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Dieser Anspruch wird international nicht anerkannt.

Die Europäische Union gab nach der Bekanntgabe des US-Entscheids bekannt, sie befürchte, dieser Beschluss werde den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nur noch anheizen. Eine Mehrheit der Uno-Mitgliedstaaten forderte Ende 2017 die US-Regierung in einer Resolution auf, den Entscheid zurückzunehmen. (spr/sda)

Erstellt: 03.02.2018, 17:33 Uhr

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