Zum Hauptinhalt springen

Berns Osten wird von der Innenstadt abgeschnitten

Nächsten Sommer muss die Berner Kirchenfeldbrücke saniert werden. Während 14 Wochen ist die Brücke nur für Fussgänger geöffnet.

Nächsten Sommer können keine Trams mehr über die Kirchenfeldbrücke fahren. Sie steht dann nur noch Fussgängern offen.
Nächsten Sommer können keine Trams mehr über die Kirchenfeldbrücke fahren. Sie steht dann nur noch Fussgängern offen.
Franziska Rothenbühler

Die Quartiere im Osten der Stadt Bern sind im kommenden Sommer während dreieinhalb Monaten von der Innenstadt abgeschnitten: Die Kirchenfeldbrücke muss saniert werden. In dieser Zeit ist sie für den Verkehr gesperrt. Nur Fussgänger und Velofahrer, die ihr Rad schieben, dürfen über die Brücke. Dies berichtet die «Brunne Zytig», das Quartierblatt der Vereinigten Altstadtleisten Bern. Auch der Elfenaubus und die Tramlinien 6, 7 und 8 kommen nicht mehr durch. Bernmobil wird jedoch Ersatzbusse anbieten, die über eine andere Route fahren.

Das genaue Verkehrskonzept liegt zwar bereits vor. Details würden aber noch keine bekanntgegeben, sagt der Stadtingenieur Hans-Peter Wyss. Denn es müsse noch zusammen mit dem Bauprojekt nach den Herbstferien noch vom Gemeinderat diskutiert werden.

So viel kann er trotzdem schon sagen: Mindestens fünf Wochen der Bauzeit sollen in die Ferienzeit fallen. In denen fahre Bernmobil ohnehin mit einem ausgedünnten Fahrplan, und der tägliche Verkehr sei deutlich reduziert, so Wyss. Im Idealfall können sogar acht Wochen der Bauzeit auf der Brücke in die Ferien fallen. Nämlich dann, wenn mit den Arbeiten schon zu Beginn der Sommerferien angefangen wird. Die Herbstferien sind genau 14 Wochen später zu Ende. Aber auch dies müsse der Gemeinderat noch diskutieren, sagt Wyss.

Leidet die Kunsthalle unter den Arbeiten?

Es gibt gute Argumente für einen späteren Baustart. Die direkt an der Brücke gelegene Kunsthalle plant anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens von Juni bis September eine Jubiläumsausstellung («Der Bund» berichtete). Sie hat ein Interesse daran, dass die Bauarbeiten möglichst spät beginnen. Dies würde den Baubeginn auf Anfang August verschieben. Wyss ist aber überzeugt, dass eine «für alle Beteiligten gute Lösung» gefunden werde und das Kunsthalle-Jubiläum trotz Bauarbeiten auf der Brücke würdig gefeiert werden könne.

Weshalb ist die Sperrung überhaupt nötig? Nach dreissig Jahren müssen die Gleise auf der Kirchenfeldbrücke ersetzt werden. Zudem wird die 134-jährige Brücke durch den Verkehr stark belastet und hat Risse erhalten. Diese müssen geflickt werden. Ausserdem soll die Brücke so verstärkt werden, dass sie mehr Verkehrslast tragen kann und erdbebensicherer wird. Dies soll die Lebensdauer der Brücke um weitere 80 Jahre verlängern.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch