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Orthopädieklinik für 280 Millionen

Ein Orthopäde aus Bern plant im Saanenland mit Geld aus Asien und dem arabischen Raum eine Internationale Ortopädische Klinik. Das Investitionsvolumen für die Klinik mit Luxushotel in Schönried bei Gstaad beträgt 280 Millionen Franken.

Die Initianten stellten am Mittwoch in Schönried eine Vorstudie des Projekts vor. In der Klinik mit zwei Operationssälen und Rehabilitations-Bereich sind 30 Betten geplant, das Hotel soll deren 200 aufweisen. Der Gebäudekomplex ist in einem chaletartigen Stil entworfen worden.

Zielpublikum sind reiche Leute aus der ganzen Welt, die in der Klinik beispielsweise Arthrose behandeln und sich auch künstliche Gelenke einsetzen lassen. Das werde die wichtigste Tätigkeit der Klinik sein, erklärte Initiant Urs Summermatter vor den Medien.

Hotel für die Familien

Ein Hotel wird angefügt, damit die Patienten ihre Familien mitnehmen können. Das Projekt in Kombination mit dem Tourismusgebiet Saanenland sei weltweit einzigartig, erklärte Summermatter weiter.

Die Marktchancen seien unter anderem auch deshalb gut, weil die Leute immer älter und dicker würden. Übergewichtige Leute hätten ein zwei- bis fünfmal so grosses Risiko, Arthrose zu bekommen.

Trotz Finanzkrise «machbar»

Zu den Initianten gehören ausser Summermatter – heute selbständig, bis 2007 Leiter orthopädische Chirurgie der Berner Privatklinik Permanence – seine Frau Sina und laut Medienunterlagen erfahrene Wirtschafts- und Finanzexperten.

Einer von ihnen, Robert Herzog aus Zürich, sagte, trotz Finanzkrise glaube er an die Machbarkeit des Projekts. Die Krise habe zwar die Gespräche mit Banken erschwert, doch strahle das Projekt Sicherheit aus. Dies sei derzeit gefragt. Es bestünden Absichtserklärungen.

Laut Summermatter wurden auch andere Gegenden in der Schweiz als Standort in Erwägung gezogen. Das Saanenland eigne sich wegen der für die Erholung von Patienten idealen Höhenlage und weil Gstaad weltberühmt sei.

Volk muss zustimmen

Das Gelände, auf dem die Klinik mit Hotel entstehen soll, befindet sich im Westen von Schönried am Sonnenhang und muss noch umgezont werden. Der Souverän der Gemeinde Saanen wird dem Vorhaben in Form einer Überbauungsordnung zustimmen müssen.

Wenn alles rund laufe, könne 2011 mit dem Bau begonnen werden, hiess es. Das Vorhaben würde laut Angaben der Initianten rund 200 Arbeitsplätze schaffen.

Nicht auf kantonale Spitalliste

Die Initianten streben nicht an, mit der Klinik auf die kantonale Spitalliste zu kommen. Der Kanton sei informiert. Mit dem Regionalen Spitalzentrum STS in Thun wurden Gespräche geführt und analysiert, ob ein gemeinsamer Bau möglich wäre. Auch die STS AG plant ja ein – öffentliches – Spital in der Gegend. Diese Idee wurde aber verworfen. Eine Zusammenarbeit – etwa der Austausch von Fachärzten – sei aber möglich, so Summermatter.

Der Gemeinderatspräsident von Saanen, Andreas Hurni, stellte sich hinter das Projekt. Es passe zum Individualtourismus, den das Saanenland anstrebe. Der lokale Hotelierverein sei informiert und unterstütze es.

SDA/el

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