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Orange Dominanz in Berns Gassen

Die Migros ist in der Berner Innenstadt bereits sehr stark vertreten. Führt das zu einer Monokultur?

Allgegenwärtig: Die Migros in der Berner Innenstadt.
Allgegenwärtig: Die Migros in der Berner Innenstadt.
Adrian Moser

Berns Innenstadt werde «migroisiert», hört man häufig. Und tatsächlich ist die Migros-Dichte zwischen Bubenbergplatz und Bärengraben beachtlich – insbesondere wenn man sich vor Augen führt, welche Unternehmen alles zum orangen Riesen gehören: der Discounter Denner etwa mit seinen drei Filialen in der Altstadt, Globus mit dem Hauptkaufhaus, dem Herren-Globus und dem Reisebüro am Hirschengraben, die Buchhandlung Ex Libris mit zwei Läden in der Altstadt, das Reisebüro Hotelplan an der Marktgasse, die Migros-Bank an der Aarbergergasse und der Alnatura-Biomarkt am Bärenplatz. Zudem die letzten Sommer eröffnete Welle 7 und ein Fitnesscenter, das derzeit in der ehemaligen Credit-Suisse-Liegenschaft an der Christoffelgasse entsteht. Und schliesslich natürlich die Migros-Filialen im Bahnhof, am Bubenbergplatz und in der Marktgasse mit Migros-Restaurant, SportXX und Do it + Garden.

Auch vor der unteren Altstadt mit ihrer historisch kleinteiligen Ladenstruktur macht der Vormarsch der Ketten nicht mehr halt. Denn wegen der sehr hohen Mietpreise in der oberen Altstadt zieht es immer mehr Detailhändler in die Gassen unterhalb des Zytglogge. So hat sich eine der Ex-Libris-Filialen erst kürzlich in der Kramgasse angesiedelt.

Die Bedenken, es könnte in Bern langsam etwas viel Migros sein, sind daher nicht unbegründet. Als die Migros vor knapp einem Jahr dann noch ankündigte, sie wolle die Markthalle übernehmen und im ursprünglichen Sinn wiederbeleben, freute das zwar viele Bernerinnen und Berner. Gleichzeitig weckte es wiederum Ängste vor einer Monokultur im hiesigen Gewerbe.

Die Migros versuchte diese Bedenken zu zerstreuen, indem sie versicherte, in der neuen Markthalle werde es keine Migros-Filiale geben, keine Migros-Fachmärkte und keine Ableger der Migros-eigenen Restaurantketten geben. Sie solle stattdessen kleinen Gastronomen aus der Region eine Plattform bieten. Doch von ihnen wollen sich einige nicht von der Migros einspannen lassen.

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Viele lokale Mieter statt grosser Ketten: Wäre das Konzept der Migros für die Markthalle auch der richtige Weg für die übrige Berner Altstadt? Wie zufrieden sind Sie mit dem Mix in Berns grösstem Shopping-Center?Diskutieren Sie mit auf unserer neuen Community-Plattform «Stadtgespräch».

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